Freunde des Museumsparks
Der Museumspark in Sachsenhausen am MAK und hinter dem Museum der Weltkulturen wird sehr verkleinert, lange nicht nutzbar und ohne die richtig alten Bäume zurückbleiben, wenn der jetzt vorgestellte Plan für den Neubau des Museums der Weltkulturen verwirklicht wird.
Wir sind nicht gegen neue Ausstellungsräme für das Museum, aber es darf nicht zu Lasten eines beliebten, bei schönem Wetter stark besuchten Parks gehen, der der letzte in dieser Größe in Sachsenhausen am Museumsufer ist.
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Kommentare
Nicht nur im Museumspark werden alte Bäume gegen den Willen der Bürger von Frankfurt für neue Bauvorhaben gefällt. Auch bei der Alten Oper sollen nun viele alte Bäume gefällt werden, weil die Wurzeln auf ein Nachbargrundstück reichen, wo ein Hotel mit Tiefgarage gebaut werden soll:
http://www.fr-online.de/frankfurt/alte-oper-in-frankfurt-kampf-um-jeden-...
Wenn dies bei der Alten Oper so ist, dann ist eigentlich klar das auch im Museumspark viele alte Bäume fallen werden, wenn dort ein Erweiterungsbau unter dem Park gebaut werden soll. Denn auch dort gibt es natürlich Wurzeln welche durch den ganzen Park reichen.
Wenn der Neubau kommt werden also auch solche Bäume gefällt werden müssen, die tiefe Wurzeln haben und zu nah an die Baugrube heranreichen.
Selbst eine deutliche Verkleinerung des Ausbaus wird da nicht wirklich helfen.
Inzwischen soll es ja nun bereits neue Pläne für den Ausbau im Park geben, welche jedoch vom Kulturdezernenten noch nicht der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Sicher möchte Herr Semmelroth zunächst seine Wiederwahl als Kulturdezernet und die Gründung der Museumsufer GmbH abwarten - welche heute von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden.
Das die Museumsufer GmbH von Frau Romahn geleitet wird, wirft viele Fragen auf. Frau Romahn pflegt (Gerüchten zu Folge) eine intime, persönliche Beziehung mit Herrn Semmelroth.
Wie man sieht, wird nicht nur in Südeuropa von der öffentlichen Hand Geld für fragwürdige Dinge ausgegeben. Dies ist auch in Deutschland der Fall - und auch bei uns werden Posten und Positionen unter Freunden, Bekannten und Geliebten verteilt.
Nicht nur Griechenland braucht einen Sparkommissar und eine effizientere Verwaltung, auch der Stadt Frankfurt würde dies sicher gut tun.
Ich war damals bei der "Entscheidung" für das MWK mit beteiligt.
Die Ausgangslage war, daß das MWK in Sachsenhausen bleiben soll.
(mir persönlich ist das egal, wo das steht, solange es eine gesellschaftliche Funktion erfüllt).
Ich habe mich damals für den jetzigen Entwurf entschieden, der die wenigsten Eingriffe in die "Natur" hat.
Auch wäre, wenn das MWK umgezogen wäre, das Grundstück, welches offiziell kein Park ist, sicherlich bebaut worden. Dann hätten
die "Kritiker" (meist Hundebesitzer)erst Recht keinen Auslauf für ihre Hunde mehr.
Ich meine, was man m.E. ernsthaft kritisieren kann, sind die exorbitanten Kosten des Neubaus.
Ralf Bertram (früherer Ortsbeirat DIE LINKE)
Sehr geehrter Herr Bertram,
es freut mich sehr, daß sich nach so langer Zeit auch mal wieder ein Politiker auf dieser Seite zu Wort meldet.
Die hohen Kosten des Projekts sind für sich genommen in der Tat ein echtes Problem, aber Kosten sollte man nicht isoliert betrachten sondern auch in Relation zum Nutzen des Ausbaus setzen.
Das das MWK in Sachsenhausen bleiben soll, ist für einen Teil der Bewohner von Sachsenhausen und Liebhaber des Museums sicher wünschenswert.
Die Bürgerinitative hat inzwischen mit mehreren Tausend Unterschriften jedoch bewiesen, daß einem sehr größen Teil der Bürger von Frankfurt und insbesondere der Bewohner von Sachsenhausen der Park sehr wichtig ist. Dies wurde von der Politik lange übersehen und nicht erkannt.
Der Park ist eine der letzten grünen Oasen in Sachsenhausen. Nach dem Ausbau des Flughafens ist die Lärmbelastung im Stadtwald stark gestiegen - da kann man sich als Erholungssuchender Bürger nicht mehr aufhalten, frische Luft und Energie tanken. Andere Parks wie der Spielpark in Louisa werden inzwischen direkt von Flugzeugen im Minutentakt überflogen.
Es ist daher sehr wichtig, daß der Museumspark mit dem Baumbestand erhalten bliebt. Dabei geht es nicht nur um Hundebesitzer sondern auch junge Leute, Familien und Rentner. Der Park ist ein Treffpunkt aller Generationen und Kulturen.
Wenn für das MWK nicht genug Platz in den Villen ist, kann auch an einem anderen Standort ein neues Museum gebaut werden (wahrscheinlich sogar für weniger Geld). In Bockenheim und im Westend gibt es viele Bürger die es z.B. sehr begrüßen würden, wenn das MWK auf dem alten Unicampus gebaut würde.
Eine andere noch günstigere Lösung ist es, wie beim MMK in temporären Sonderausstellungen an anderen Orten mehr von der Sammlung zu zeigen.
Das die Villen bei einem Umzug des MWK verkauft und nicht mehr als Museum genutzt werden können, ist schlichtweg falsch. Herr Semmelroth hatte vor Jahren (als das MWK auf dem Degussa Areal gebaut werden sollte) selber gesagt, daß die Villen weiter für Museen genutzt werden können. Dies können sie weiter unten nachlesen.
Wenn das Grundstück hinter den Villen kein Park ist, dann sollten sich die Politiker (und vor allem die Mitglieder im Ortsbeirat von Sachsenhausen) doch dafür einsetzten, daß diese Fläche zu einem Park wird - vor allem für die von Lärm geplagten Menschen südlich des Mains wäre dies eine willkommene Geste und bürgernahe Politik.
Wie hier zu lesen ist wirkt sich die Finanzkrise inzwischen auch auf die Finanzierung von Kommunen aus und führt zu einer strengeren Kreditvergabe zu höheren Kosten:
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:kreditengpass-finanzkrise-erreich...
Da die Stadt Frankfurt eine hohes Defizit aufweist und die Steuereinnahmen bei einem sich abschwächenden Wachstum voraussichtlich eher stagnieren werden sollte die Stadt Frankfurt dringend sparen.
Da das Museum sicher wünschenswert aber nicht unbedingt notwendig ist und sich inzwischen sehr viele Bürger gegen den Ausbau im Museumspark wenden, liegt es nahe, die Pläne deutlich abzuspecken bzw. das Projekt sogar ganz auf Eis zu legen. Alles andere wäre unverantwortlich.
Die Objekte des Museums könnten doch sicher auch in temporären Ausstellungen mal gezeigt werden ohne das dafür gleich ein neues Museum gebaut werden muß.
Das MMK hatte im Degussa Areal auch eine temporäre Ausstellung und diese war ein echter Publikumserfolg. Warum kann das Weltkulturen Museum nicht auch so etwas auf die Beine stellen?
Der Standort im Museumspark führt zu erheblichen zusätzlichen Kosten. Darüber hinaus verhindert der ausgewählte Entwurf, der die Ausstellungsbereiche und das Auditorium unterirdisch anordnet, dass sich das Museum der Weltkulturen seiner Bedeutung für die Stadt entsprechend als wichtige Institution angemessen darstellt. Die unterirdischen Räume sind für die Besucher äußerst problematisch. Unter der Prämisse, den Museumspark weitgehend erhalten zu wollen, wird ein Wechselspiel zwischen Tageslicht mit reizvollen Ausblicken in den Park und abgedunkelten Flächen mit Kunstlicht nicht zu realisieren sein. Als Ergebnis sind unattraktive Räume mit Bunkeratmosphäre zu erwarten. Ein von der Architektur her unattraktives Museum wir langfristig keinen Zuspruch finden. Trotz der unterirdisch angeordneten Ausstellungsflächen wird der Museumspark in unannehmbarer Weise beeinträchtigt, weil viele den Park prägende große alte Bäume gefällt werden müssen. Es ist unannehmbar, dass die Steuerzahler für ein so schlechtes Projekt auch noch mindestens 30% höhere Baukosten gegenüber einem oberirdischen Gebäude auf unproblematischen Baugrund aufbringen sollen.
Das Museum soll deshalb an einem anderen Ort errichtet werden, der keine Grundwasserprobleme hat und es ermöglicht, die Baumassen im Wesentlichen oberirdisch anzuordnen. Dadurch können ca. 30% der Baukosten eingespart werden.
Die Realisierung des Museums an anderer Stelle würde erlauben, die Villen, in denen das MdW zurzeit notdürftig untergebracht ist, an Institutionen / Stiftungen zu veräußern, die der Stadt verbundenen sind. Mit einem Teil des zu erwartenden Erlöses kann der Museumspark nach Westen vergrößert und für die Öffentlichkeit erhalten und zu gestaltet werden. Der Rest kann in die Finanzierung des Neubaus des Museums fließen.
An HP:
Ich kann mich Ihren Ausführungen nur anschliessen und zustimmen.
Interessanterweise sehen dies inzwischen auch viele Bürger der Stadt ähnlich.
Ein Blick auf die von Bürgern der Stadt Frankfurt gemachten Vorschläge im Bürgerhaushalt zeigen dies ganz deutlich, denn hier sind unter den Top 100 gleich mehrer Vorschläge eingegengen, welche sich gegen den Ausbau des Museums an diesem Standort aussprechen oder zumindestens eine deutlich kleinere und kostengünstigeren Bau wünschen.
http://www.ffm.de/inhalt/top-liste-buergervorschlaege
Das Projekt, insbesondere in der aktuell geplanten Form im Museumspark, hat also bei den Bürgern der Stadt nur wenig Befürworter.
Auch in der Politik äußern sich immer mehr Stimmen kritisch zu den Ausbauplänen wie zB. die OB Kandidaten Rosemarie Heilig von den Grünen (welche offen für alternative Standorte ist) und Peter Feldmann von der SPD, welcher dem Projekt nur eine zweitrangige Priorität einräumt:
http://www.fr-online.de/oberbuergermeisterwahl-frankfurt/rosemarie-heili...
http://www.fr-online.de/frankfurt/ob-wahlen--frankfurt-hat-es-verdient--...
Leider scheint dies jedoch die Einstellung und Arbeitsweise von Felix Semmelroth nicht zu beeinflussen. Wie in der FAZ zu lesen ist, möchte er aller Kritik zum Trotz noch in diesem Jahr eine Bau und Finanzierungsvorlage für den Ausbau des Museums im Museumspark einbringen:
http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/weltkulturen-museum-frankfurt-fina...
Herr Semmelroth verschliesst sich gegenüber der Realität, den Bürgern und Kritikern in der Politik.
Wohl wissend, daß die Kosten für das Projekt viel zu hoch sind und so die Wahrscheinlichkeit der Realisierung deutlich verringern, versucht er nun mit allen Mitteln die dafür geschätzten Baukosten herunterzuspielen.
Die für den Bau des Museums eigens gegründete GmbH hat er vorsorglich mit einer Person besetz, zu welcher er eine sehr inniges und persönliches Verhältniss pflegt.
Wie ein altes Pferd mit Scheuklappen ignoriert er die Tatsachen und versucht aller Kritik trotzend den Karren immer weiter hinter sich her zu ziehen.
Dabei wäre eine für alle Beteiligten tragbare Lösung sehr einfach:
Wenn die drei Villen für das Weltkulturen Museum zu wenig Platz bieten um die ganze Sammlung zeigen zu können, so muss das Museum an einen anderen Ort umziehen. Die drei Villen würden weiter für kulturelle Zwecke genutzt. Andere Museen könnten die Räumlichkeiten nutzen oder sogar ein anderes Museum dort untergebracht werden.
Der Park und die Perlenkette von Museen könnten erhalten werden und das Weltkulturmuseum könnte an einem anderen Ort in einem attraktiven Neubau in voller Pracht erstrahlen und zur Aufwertung anderer Stadtteile wie dem Ostend (Sudfass) oder Bockenheim/Westend (Unicampus) beitragen.
Warum kann sich Herr Semmelroth nicht für eine solche Lösung engagieren?
Würde Herr Semmelroth nicht in einem öffentlichen Amt sondern in der freien Wirtschaft tätig sein, hätte man ihn mit seiner sturen, kompromisslosen und unflexiblen Haltung sicher schon längst in den Vorruhestand geschickt....
Liebe Freunde des Museumsparks,
ich möchte mich ganz herzlich für die auserordentlich spannende und interessante Podiumsdiskussion bedanken.
Ich konnte aus dieser Veranstaltung vieles mitnehmen und neues Erfahren. Insgesammt verdeutlichte sich der Eindruck, daß Frau Deliss mit Ihrer Funktion als Leiterin des Museums für Weltkulturen überfordert zu sein scheint. Es gibt eine große Dissonanz und Diskrepanz zwischen Frau Deliss und den Frankfurter Bürgern und ich bezweifele sehr, daß das Museum für Weltkulturen unter ihrer Leitung bei den Frankfurter Bürgern auch wirklich angenommen wird und sich zu einem echten Publikumsmagneten entwickeln kann.
Die von Herrn Semmelroth und Frau Deliss vorgetragenen Argumente für den Ausbau im Museumspark waren alles andere als überzeugend.
Die durchaus abfälligen und misbilligenden Bemerkungen von Herrn Semmelroth gegenüber den Bürgern und den Sprechern der Bürgerinitative zeigen deutlich, mit welcher Arroganz dieses fragwürdige Projekt weiter mit aller Macht gegen den Willen der Bürger durchgezogen werden soll.
Lautstarker Beifall und verbale Unterstützung für Herrn Semmelroth und Frau Deliss kam in erster Linie von wenigen zum Teil durchaus fragwürdingen und schon fast zwilichtigen Personen wie z.B. in Form von Herrn Heumann aus der CDU, welcher schon oft in Frankfurt negative Schlagzeilen gemacht hat. Anbei dazu nur einer von vielen Berichten aus den Zeitungen:
http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/stadtverordneter-wehrt-s...
Wenn Herr Heumann sagt, "er kenne das Sudfass Areal bestens" und gleichzeitig behauptet, es sei für einen Neubau des Museums an diesem Standort zu klein, obwohl dies ganz offenkundig nicht der Fall ist, lässt vermuten, daß er entweder ein guter Kunde und regelmäßiger Besucher des Sudfass ist oder aber bei diesem Areal eigene finanzielle Interessen verfolgt und deshalb verhindern will, daß dieses Grundstück an die Stadt Frankfurt verkauft wird.
Eine gute Nachricht ist sicher, daß die Pläne deutlich abgespreckt werden sollen. Details über die zu erwartende Anzahl der zu fällenden Bäume, die Größe des Erweiterungsbaus und die Höhe der Kosten wurden jedoch keine genannt. Dies schafft wenig Vertrauen.
Nur dank des folgenden Berichts aus der Frankfurter Rundschau bin ich nun etwas schlauer als zuvor:
http://www.fr-online.de/frankfurt/auf-sparkurs-frankfurt-will-desolate-f...
Herr Heumann ist schon seit längerer Zeit ein Befürworter des Ausbaus des Weltkulturmuseums. Im folgenden Artikel wird jedoch deutlich, daß er mit einem anderen Standort wie z.B. dem Degussa Areal durchaus hätte leben können:
http://www.journal-frankfurt.de/?src=journal_news_einzel&rubrik=9&id=13195
Warum ist Frau Deliss als "neu Frankfurterin" welche in unserer Stadt nicht wirklich verwurzelt ist, so sehr gegen einen anderen Standort für das Weltkulturen Museum???
Die von ihr stets betonten Synergien mit dem Museum für angewandte Kunst und dem Filmmuseum sind alles andere als überzeugend. Auch wenn das MWK auf dem Sudfass Areal gebaut würde, könnte man von dort in wenigen Minuten zum Museum für angewandte Kunst laufen.
Ich habe den Eindruck, daß Frau Deliss in erster Linie daran gelegen ist, daß das MWK so schnell wie möglich ausgebaut wird, da dies ihrer eigenen Karriere förderlich ist. Welche Museumsdirektorin wünscht sich nicht ein schönes großes Museum?
Da sich die Stadt bereits für den Standort Museumspark entschieden hat möchte sie den Ausbau somit gerne an diesem Standort realisert haben und keine weiteren Verzögerungen durch die Suche nach anderen Standorten riskieren.
Hätte sich die Stadt für einen anderen Standort wie z.B. den Unicampus Bockenheim entschieden, dann würde auch Frau Deliss diesen Standort verteidigen und dann eben Synergien zum Senckenbergmuseum hervorheben.
Welche Meinung Frau Deliss hat, ist letztendlich jedoch sowieso unerheblich. Ihre persönliche Präferenzen sollten bei der Wahl des Standortes keine Rolle spielen. Frau Deliss wird nicht für immer Leiterin des Museums sein und irgendwann Frankfurt sowieso den Rücken kehren um sich beruflich neu zu orientieren.
Zum Vergleich: auch im Profifußball entscheidet nicht der Fußballtrainer darüber, wo ein Fußballstadion in welcher größe gebaut wird.
Der Bund der Steuerzahler hat zu den Ausbauplänen des Museums eine Presseerklärung herausgegeben:
http://www.steuerzahler-hessen.de/Deutlich-bescheidener-und-etwas-spaete...
Liebe Leser und Nutzer von Frankfurt Gestalten,
wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich für Ihre aktive und sehr konstruktive Teilnahme an der Diskussion über den geplanten Ausbau des Museums für Weltkulturen bedanken.
Wie wir sehen, gibt es noch sehr viel Informations- und Gesprächsbedarf bei den Bürgern von Frankfurt.
Die Bürgerinitiative Freunde des Museumsparks hat deshalb eine Podiumsdiskussion mit dem Kulturdezernenten Felix Semmelroth organisiert, welche am 3. November 2011 um 19 Uhr in der Schulstraße 1A in Frankfurt (Sachsenhausen) stattfinden wird.
Weitere Informationen finden sie im Internet auf http://www.freunde-des-museumsparks.de
Wir freuen uns auf Ihren Besuch am 3. November 2011 um 19 Uhr in der Schulstraße 1A
Ich habe eben den folgenden Artikel über die aktuelle Entwicklung in der FAZ gelesen:
http://www.faz.net/artikel/C30214/museum-der-weltkulturen-frankfurter-ku...
Ob sich mit der Gründung einer eigenen Gesellschaft wirklich Kosten senken lassen, wird sich noch zeigen. Sicher ist jedoch, daß somit weitere Fakten geschaffen werden und ein Weg zurück noch schwieriger wird. Die Gründung einer eigenen Gesellschaft hat evt. auch zur Folge, daß das Kulturdezernat so noch mehr Autonomie bei der Umsetzung der Baumaßnahmen bekommt.
Es ist sicher ein gute Nachricht, daß einige der Kritikpunkte anscheinend auf offene Ohren gestoßen sind und der Bau nun abgespeckt werden soll.
Was allerdings nachdenklich stimmt und vor allem die Freunde des Museumsparks aufschrecken sollte, ist die Aussage, daß nun doch ein größerer Teil des Erweiterungsbaus OBERIRDISCH gebaut werden soll.
Ich bin auf die weiteren Planungen sehr gespannt. Wenn mehr Bauvolumen oberirdisch gebaut werden soll so wird dies sicher unweigerlich zur Folge haben, daß der Park nicht nur die Bäume verlieren wird sondern durch den oberirdischen Ausbau sogar noch verkleinert wird und am Ende weniger Grünfläche vorhanden sein wird als vorher.
Warten wir es mal ab......
Hier ist noch ein ähnlicher Artikel aus der FNP:
http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/frankfurt/neues-museum-soll-kleiner...
Und hier ein passender Kommentar aus der FNP:
http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/frankfurt/kommentar-nicht-um-jeden-...
Wie es scheint wird also der schwarze Peter der hohen Kosten nun von Schwarz-Grün ganz elegant dem Hochbauamt zugeschoben.
Ja klar, jetzt ist also das Hochbauamt daran schuld, wenn es zu teuer wird - aber ganz sicher nicht die Politiker und schon gar nicht Herr Semmelroth.
Um das Bauvorhaben realisieren zu können, soll nun eine eigene Gesellschaft gegründet werden und Herr Semmelroth noch mehr Autonomie dabei bekommen, sein persönliches Denkmal am Museumsufer zu errichten.
Warum sollte es billiger werden, wenn man für den Bau des Museums nicht wie sonst üblich das Hochbauamt nutzt? Warum ist die GmbH Lösung billiger?
Mir leuchtet dies nicht ein. Werden dann nicht sogar eher höhere Kosten für Personal und Planung anfallen? Entsteht so nicht ein hoher Fixkostenblock an Personal und Verwaltungskosten?
Schliesslich können die Mitarbeiter der GmbH nur an der Realisierung des einen Projekts arbeiten, müssen aber dafür fest angestellt und beschäftigt werden.
Wenn man für die GmbH kompetente Mitarbeiter beschäftigen möchte, welche dann einen besseren Job als das Hochbauamt machen, so wird dies sicher auch seinen Preis haben.
Der folgende Bericht in der Frankfurter Neuen Presse zum selben Thema ist gestern erschienen:
http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/frankfurt/wer-steuert-den-museumsba...
Hier ist noch ein aktueller Beitrag aus der FAZ über die Finanzlage und Finanzplanung der Stadt Frankfurt:
http://www.faz.net/artikel/C30214/340-millionen-euro-defizit-2012-frankf...
Dort ist zu lesen, daß das Museum der Weltkulturen deutlich weniger kosten soll, als die bisher genannten 80 Millionen Euro.
Was genau bedeutet bitte "deutlich weniger"? Wie soll dies möglich sein, wenn das Museum im Museumspark unter der Erde ausgebaut werden soll?
Sicher kann man die Kosten reduzieren indem der Ausbau kleiner wird als es bisher geplant war. Eventuell kann man mit der GmbH und anderen Tricks noch etwas Geld sparen - wie und warum ist mir allerdings nicht klar.
Um die Kosten aber deutlich zu senken, müsste man das Museum an einem anderen Standort bauen. Als es vor einigen Jahren Pläne für einen Neubau auf dem Degussa Areal gab, sollt das Museum ja ca. 60 Millionen Euro kosten und das war der Stadt damals schon zu teuer.
Was ist die Stadt also bereit für das Museum auszugeben wenn 80 Mio und auch 60 Mio zu teuer sind ?
Ich kann mir kaum vorstellen, wie es möglich sein soll, den Ausbau im oder besser gesagt unter dem Museumspark für weniger als 60 Millionen Euro zu realisieren. Daher sollte die Suche nach einem anderen, besser geeigneten Standort unverzüglich wieder aufgenommen werden!
Hier ist ein neuer Artikel aus der FNP über die finanzielle Lage der Stadt Frankfurt.
http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/frankfurt/steuererhoehungen-sind-ke...
CDU und Grüne denken also inzwischen schon über höhere Steuern nach, wollen aber dennoch an dem geplanten Museumsneubau festhalten.
Die Art und Weise wie die Stadt Frankfurt den Ausbau des Museums vorantreibt ist hochgradig intransparent und unprofessionell.
Wenn die Stadt ein solches Großprojekt realisieren möchte, welches einen großen Teil der Finanzkraft der Stadt und der Steuergelder bindet, dann sollte sie neben einem Raumprogramm, in welchem der Flächen- und Raumbedarf ermittelt wird natürlich auch an aller erster Stelle eine Finanzplanung für das Projekt entwickeln.
Im Klartext bedeutet das: die Stadt sollte sich als erstes überlegen, wie viel Geld sie bereit ist für den Ausbau des Museums zu zahlen.
Erst wenn darüber Einigkeit und Klarheit herrscht, können Standorte und Konzepte geprüft werden. Diese müssen sich natürlich an erster Stelle in dem vorgegebenen Finanzrahmen bewegen.
Nur wenn man vorher entschieden hat, wie viel das Museum kosten darf, kann man dann sinnvoll und fundiert entscheiden, in welcher Form und an welchem Standort das Museum gebaut werden kann.
In der Frankfurter Stadtpolitik wird jedoch ganz anders vorgegangen.
Es ist das Kulturdezernat welches den Ausbau betreut, ein Raumprogramm dafür entwickelt und festlegt was in welcher Größe gebaut werden soll.
Dann entscheidet das Kulturdezernat de facto unisono wo das Museum gebaut werden soll und behauptet, man habe alternative Standorte "geprüft". Die Unterlagen, welche diese Prüfung der Standorte dokumentieren, werden vom Kulturdezernat aber unter Verschluss gehalten und der Öffentlichkeit vorenthalten.
Nun soll auch die Durchführung des Ausbaus in einer eigenen GmbH weitestgehend autonom und frei von parlamentarischer Kontrolle erfolgen.
All dies ist jedoch passiert, ohne sich anscheinend vorher darauf festzulegen, wie viel Geld für den Bau des Museums ausgegeben werden soll.
Warum können Herr Becker und Herr Semmelroth nicht endlich klar und deutlich sagen, wie viele Steuergelder in das Museum investiert werden sollen? Die Bürger und Steuerzahler von Frankfurt haben ein Recht darauf, dies endlich zu erfahren.
Anbei einige aktuelle Artikel über die Finanzlage der Stadt Frankfurt:
http://www.fr-online.de/frankfurt/mehr-kuehe-im-stall/-/1472798/8456530/...
http://www.fr-online.de/frankfurt/erste-gewitterwolken/-/1472798/8596112...
Wie hier zu lesen ist, zehrt die von CDU-Grünen regierte Stadt Frankfurt seit einiger Zeit finanzielle Rücklagen auf, welche in der Vergangenheit angehäuft wurden. Die Stadt schiebt außerdem nach wie vor ein erhebliches Defizit vor sich her.
Wie in dem zweiten Artikel der FR zu lesen ist, muß die Stadt Frankfurt also nun doch anfangen zu sparen.
Wenn dem so ist und selbst der Stadtkämmerer Uwe Becker dies nun offen zugibt, dann frage ich mich umso mehr, wie sich die Stadt Frankfurt den sehr teuren und bei vielen Bürgern unbeliebten unterirdischen Ausbau des Museums für Weltkulturen (=MWK) am Museumspark noch leisten kann?
Wie bereits befürchtet, wird der teure unterirdische Ausbau des MWK am Museumspark dazu führen, daß an vielen anderen Stellen gespart werden muß. Der Ausbau ist also keineswegs im Interesse der Bürger und der Steuerzahler der Stadt.
Wie wir nun wissen, hat der Kulturdezernent Felix Semmelroth die Stadtverordneten beim Ausbau des MWK lange Zeit belogen und an der Nase herum geführt. Standorte wie der Museumspark welche einmal NICHT GEEIGNET waren sind nun auf einmal doch geeignet. Andere Standorte wie das Sudfass Areal, welche eigentlich geeignet sind, wurden wiederum verworfen.
Herrn Semmelroth geht es anscheinend in erster Linie nur darum, sich vor seinem Abgang aus der Stadtpolitik mit dem Ausbau des MWK am Museumspark noch ein Denkmal setzten zu können.
Dies ist verständlich, da das Museumsufer in der Vergangenheit von anderen bekannten und geschätzten Persönlichkeiten von Frankfurt aufgewertet wurde.
Da die finanzielle Lage der Stadt Frankfurt jedoch alles andere als gesichert ist und der Ausbau am Standort Museumspark viel teurer ist als an anderen ggf. besser geeigneten Standorten, ist es einfach nicht akzeptabel, daß die Stadt ein Projekt finanzieren und umsetzten soll, welches in erster Linie nur den Bedürfnissen des Kulturdezernenten in die Hände spielt.
Dieser nahezu grotesken Egomanie des Felix Semmelroth muß endlich ein Ende gesetzt werden - die Stadt Frankfurt kann sich den überteuerten Ausbau des MWK am Museumspark nicht leisten.
Ich bin soeben auf der Webpage der Freunde des Museumsparks auf den folgenden FR-Artikel aufmerksam geworden:
http://www.fr-online.de/kultur/architektur/-kein-zeichen--das-man-lesen-...
Wie dort danz klar zu lesen ist, wurde der Standort Sudfass Gelände von der Stadt Frankfurt also geprüft und ist für den Museumsneubau GEEIGNET.
Wie hier im Forum weiter unten schon gesagt wurde, hatte die Stadt Frankfurt auch den Museumspark als Standort geprüft und im Jahr 2008 als NICHT GEEIGNET eingestuft. Dies ist in Stellungnahme ST 383 im Parlis nachzulesen (siehe http://www.stvv.frankfurt.de/parlis2/parlis.php)
Demzufolge ist ganz klar zu sehen, daß Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung aller Parteien sowie die Bevölkerung Frankfurts vom Kulturdezernat unter Leitung von Herrn Felix Semmelroth und ggf. von anderen Verantwortlichen im Magistrat der Stadt Frankfurt ganz bewusst und gezielt belogen wurden und belogen werden.
Die Aussage von Herrn Semmelroth, man habe andere Standorte geprüft und mit dem Standort Museumspark den besten Standort ausgesucht ist eine Lüge.
Auch die Aussage mancher Politiker, daß das Sudfass Areal nicht geeignet ist, weil es für einen Neubau des Museums der Weltkulturen zu klein sein, ist eine Lüge.
Es ist an der Zeit, daß die Stadtverordneten der Oppositionsparteien (und hierbei auch insbesondere der SPD) aber auch Stadtverordnete von CDU und Grünen endlich Aufwachen und diesem abstrusen und verlogenen Handeln des Magistrats und des Kulturdezernenten Felix Semmelroth ein Ende setzen!!!
Auch das Sudfass Areal ist ein sehr geeigneter Standort am Museumsufer. Hier könnte das Museum oberirdisch gebaut werden und zu einem echten Highlight und Aushängeschild der Stadt Frankfurt werden.
Ich bin am 16 Juni 2011 als Zuschauer in der 3. Plenarsitzung der Stadtverordnetenversammlung gewesen. Die Sitzung begann um ca. 16 Uhr und endete erst gegen 24 Uhr.
Unter Tagesordnungspunkt 10 wurde über Antrag M 98 sowie die dazu eingereichten alternativen Anträge NR 18 der FDP, NR 19 der Freien Wähler und NR 26 der Bunten abgehandelt.
Leider gab es zum TOP 10 (welcher erst um 23:10 Uhr behandelt wurde) keine gesonderte Aussprache der Stadtverordneten.
Auch in der vorherigen Fragestunde (TOP 3) wurden viele Fragen der Freien Wähler Fraktion zum Thema Weltkulturmuseum wegen Zeitmangel nicht öffentlich diskutiert sondern werden vom Magistrat schriftlich beantwortet werden.
Es ist sehr verwunderlich und bedauerlich, dass der Ausbau des Museums für Weltkulturen und Antrag M 98 in der Stadtverordnetenversammlung nicht ausführlich diskutiert wurden.
Die Fraktion der FDP stellte während der Sitzung noch den Antrag, TOP 10 auf einen späteren Termin zu schieben, da um 23:15 Uhr auch die Presse nicht mehr anwesend war.
Dieser Antrag wurde von FDP, FW, Linken, Bunten, AGP, Republikanern und NPD unterstützt aber von CDU, Grünen und SPD abgelehnt.
Vor allem der Fraktionsvorsitzende der CDU Helmut Heuser legte großen Wert darauf, TOP 10 nicht auf einen späteren Termin zu verschieben.
Der Kulturdezernent Felix Semmelroth musste also währen der gesamten Sitzung kein einziges Mal zu den Ausbauplänen Stellung nehmen.
Unter TOP 10 wurde die Vorlage M 98 von CDU, Grünen und SPD angenommen. Anträge NR 18, NR 19 und NR 26 wurden von CDU, Grünen und SPD abgelehnt.
TOP 10 wurde in nur knapp 10 Minuten abgehakt und nicht weiter diskutiert.
Die Ausbaupläne für das Museum für Weltkulturen wurden vorher nur am Rande während einer Aussprache zum TOP 5 von einzelnen Stadtverordneten aus der Opposition angesprochen.
Aus dieser allgemeinen Diskussion möchte ich kurz die folgenden Punkte hervorheben, welche deutlich machen, was einige Oppositionsparteien zu diesem Thema gesagt haben:
Herr Kliem, Bunte:
Herr Kliem sprach unter anderem über die Finanzlage der Stadt Frankfurt und machte deutlich, dass sich laut Finanzplanung des Stadtkämmerers Uwe Becker das Defizit von aktuell ca. 1,4 Mrd. € in den kommenden Jahren um jährlich ca. 200 Mio. € erhöhen wird und am Ende der Legislaturperiode voraussichtlich auf 2,2 Mrd. € anwachsen wird.
SPD, Klaus Oesterling:
Auch Herr Oesterling sprach lange und ausführlich über die Finanzlage der Stadt Frankfurt.
Herr Oesterling machte deutlich, dass die Stadt Frankfurt seiner Ansicht nach zu wenig Finanzmittel für sozialen Wohnungsbau bereitstellt. Er würde gerne einen Betrag von 100 Mio. € in den Haushalt eingestellt sehen.
Er bezweifelte ferner, dass die Stadt die gewünschte Einhausung der A661 nahe Bornheim finanzieren könne und dieses Projekt in den kommenden 5 Jahren wegen der hohen Kosten nicht realisiert wird.
Ferner machte er deutlich, dass die Kosten für den Ausbau des Museums für Weltkulturen bis jetzt nicht vom Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) in den Haushalt eingestellt wurden.
Im Finanzausschuss am 9 Juni 2011 wurde dies ebenfalls von Herrn Oesterling bemängelt. Herr Becker machte dazu aber keine Angaben und hielt sich sehr bedeckt. Fragen, wie der Ausbau des Museums finanziert werden soll, wurden weder im Finanzausschuss noch in der Stadtverordnetenversammlung beantwortet.
Linke, Dr. Peter Gärtner:
Herr Dr. Gärtner machte deutlich, dass die Koalition von CDU und Grünen eine sehr teure Angelegenheit ist. Beim Ausbau des Museums für Weltkulturen soll nun eine der teuersten Lösungsmöglichkeiten realisiert werden, nur damit CDU und Grüne damit leben können.
Herr Gärtner machte deutlich, dass die Linke die Pläne für den Ausbau des Museums am Museumspark ablehnt, da die Kosten dafür zu hoch sind und eine erhaltenswerte Grünfläche und das Klima durch die Vernichtung von wertvollem Baumbestand geschädigt wird.
Er kritisierte u.a. auch die SPD für ihre ambivalente Haltung zum Museumsausbau da diese zum einen die Finanzplanung und Mittelverwendung der CDU/Grünen Koalition kritisiert, jedoch mit Ihrer Unterstützung des Ausbaus des Museums am Museumspark und ihrer Zustimmung zu Vorlage M 98 selber dazu beiträgt, dass sich die finanzielle Situation der Stadt Frankfurt aufgrund der sehr hohen Kosten des Ausbaus weiter verschlechtert.
Seiner Ansicht nach, sollte die Stadt das Geld der Steuerzahler u.a. lieber dazu nutzen, um die Fahrpreise im RMV zu senken so dass mehr Bürger öffentliche Verkehrsmittel nutzen können.
Freie Wähler, Herr Hübner und Frau Beckh
Herr Hübner appellierte an die CDU, von den Plänen des Ausbaus des Museums am Museumspark abstand zu nehmen. Die derzeit geplante Lösung ist seiner Meinung nach zu teuer.
Frau Beckh machte u.a deutlich, dass eine von CDU und Grünen getragene Erhöhung der Zahl der Stadträte von bisher 7 auf 9 den Haushalt mit ca. 1,6 Mio. € jährlich zusätzlich belastet. Dies zeige, wie teuer die Koalition von CDU und Grünen für die Stadt Frankfurt ist.
Die Freien Wähler bemängeln, dass die CDU/Grünen Koalition nicht bereit ist, im Magistrat und beim Ausbau des Museums Kosten zu sparen – obwohl die finanzielle Lage der Stadt alles andere als ausgeglichen und gesichert ist.
AGP, Herr Dr. Erhard Römer:
Auch Herr Dr. Römer von der AGP kritisierte die hohen Kosten des Ausbaus des Museums. Da die finanziellen Mittel der Stadt begrenzt sind und der Stadtkämmerer selber zugibt, dass die finanziellen Spielräume enger werden, ist es seiner Meinung nach nicht vertretbar, das Museum für Weltkulturen zu solch hohen Kosten auszubauen. Er befürchtet, dass die Stadt deswegen an anderer Stelle wie z.B. im Bildungsbereich große Abstriche machen muss.
FAZIT:
Die kritischen Stimmen aus den Reihen der Opposition nehmen zu.
Neben Freien Wählern, FDP, Linken und Bunten stimmten auch andere kleine Parteien gegen M 98.
Nur die SPD stimmte als einzige Oppositionspartei für Vorlage M 98, obwohl die Finanzierung des Ausbaus nicht geklärt ist und sie sich einen anderen Schwerpunkt bei der Verwendung der knappen Finanzmittel der Stadt wünscht.
Mitglieder aus der Koalition von CDU und Grünen haben in der Sitzung sehr viel geredet und über alle möglichen Themen gesprochen. Zum Ausbau des Museums für Weltkulturen haben sie jedoch kein einziges Wort gesagt.
Anbei ein aktueller Artikel aus der Frankfurter Neuen Presse über die Vorlage M 98, welche nun von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde:
http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/frankfurt/breite-mehrheit-fuer-den-...
7,8 Mio € für weitere Gutachten und Planung erscheinen mir doch sehr hoch. IN der Vorlage M 98 wird nicht genau spezifiziert, wozu die 7,8 Mio € ausgegeben werden sollen.
Wozu braucht man denn noch das Baumgutachten?
Der Magistrat hat eine Klassifizierung der Bäume im Park doch schon längst vorgenommen - dies wurde von den Architekten von Kuehn Malvezzi in der Sitzung des Kulturausschusses am 31.Mai 2011 bereits öffentlich zugegeben und ist bereits in die Planung und den derzeit vorliegenden Entwurf eingeflossen. Das Ergebniss dieser Klassifizierung der Bäume war, daß nur zwei Bäume unbedingt erhaltenswert sind (siehe Bericht von Anonymous vom 31 Mai 2011 weiter unten).
Ich habe neulich übrigends mal mit einigen Leuten gesprochen, welche im Museum für Weltkulturen momentan arbeiten. Die sagten mir, das viele der Bäume im Park angeblich krank seien und deshalb nicht erhalten werden sollen.
Es würde mich nicht überraschen, wenn genau diese Aussage das Ergebniss des sogenannten "Baumgutachtens" sein wird.
Normalerweise ist es ja so, daß der Gutachter genau das in sein Gutachten schreibt, was vom Auftraggeber des Gutachtens gewünscht wird.
... und so wurde ein weiterer bedeutender Schritt zur Umsetzung der Ausbaupläne in einer regelrechten "Nacht und Nebelaktion" getan.
Es verwundert nicht, daß Helmut Heuser und mit Ihm die Koalition aus CDU und Grünen mit der SPD im Schlepptau eine Verschiebung von TOP 10 abgelehnt haben und so eine ausführlichen Debatte über M 98 mit potentiell ungewünschten Medienberichten vermieden haben.
Das der Magistrat kein Interesse daran hat, mit den Bürgern einen Dialog aufzunehmen ist nicht neu.
Das sich der Magistrat darüber hinaus aber auch scheut, einen ausführlichen Dialog mit den Stadtverordneten in der Stadtverordnetenversammlung über den Ausbau zu führen zeigt, daß dieses Projekt ohne jegliche Rücksicht durchgezogen werden soll.
Anbei ein aktueller Artikel zu dem Thema, welcher die Sichtweise der Fraktionsvorsitzenden von CDU und Grünen deutlich macht:
http://www.wetterauer-zeitung.de/Home/Kreis/Staedte-und-Gemeinden/Frankf...
Die Argumentation von Frau Deliss ist ein Witz und alles andere als Stichhaltig.
Ich kann gut verstehen, daß Frau Deliss als Leiterin des Museums gerne ihr Büro in einer schönen Villa im Museumspark haben will. Doch damit verfolgt sie in erster Linie nur ihre eigenen Interessen.
Was haben die Bürger von Frankfurt davon, wenn das Museum auf Kosten des Museumsparks an diesem Standort gebaut wird, die Villen aber der Öffentlichkeit in Zukunft nicht mehr zugänglich gemacht werden und sogar eine der drei Villen verkauft wird?
Die Haltung der SPD ist alles andere als Konsequent. Die Partei hat M 98 in allen Ausschüssen mitgetragen und hat anscheinend keine Probleme damit, daß Steuergelder von 80 -100 Mio in den Ausbau eines Museums gesteckt werden. Auf der anderen Seite beschwert sich die SPD über die hohe Verschuldung der Stadt und verlangt gleichzeitig städtische Fördermittel von 100 Mio € für den sozialen Wohnungsbau.
Wenn ihr der soziale Wohnungsbau tatsächlich so wichtig ist, sollte sie (wie alle anderen Oppositionsparteien auch) gegen den teuren Museumsbau an diesem Standort stimmen.
Ich bin am 6 Juni 2011 als Zuschauer in der Sitzung des Ausschusses für Planung, Bau und Wohnungsbau gewesen. Unter Tagesordnungspunkt 17 wurde über Antrag M 98 sowie die dazu eingereichten alternativen Anträge NR 18 der FDP, NR 19 der Freien Wähler und NR 26 der Bunten diskutiert und abgestimmt.
In der Diskussion zu TOP 17 wurde deutlich, wie die einzelnen Parteien derzeit zu dem geplanten Ausbau stehen.
CDU, GRÜNE und SPD:
Diese drei Parteien stehen weiter zu den Plänen und dem geplanten Ausbau am Standort Museumspark. Begründet wird dies vor allem mit der großen Bedeutung des Museumsufers für die Stadt Frankfurt. Mit Vorlage M 98 sollen nun die Finanzmittel freigemacht werden, um weitere Details zu prüfen und die Planungen weiter voranzutreiben.
Vor allem die CDU ist derzeit nicht bereit, den laufenden Planungsprozess zu unterbrechen und nach einem neuen Standort zu suchen. Herr Schneider von der CDU sagte dazu, dass man den laufenden Prozess nicht einfach unterbrechen und „zurück auf Los“ gehen könne. Die CDU verteidigte weiter den Standort am Museumspark, um die so genannte „Perlenkette“ nicht zu unterbrechen.
Die GRÜNEN sehen in Vorlage M 98 vor allem eine wichtige Voraussetzung für eine fachliche und sachliche Entscheidung. Die Grünen sind sich jedoch anscheinend durchaus darüber im Klaren, dass der Ausbau des Museums an diesem Standort in dem vom Kulturdezernat geplanten Umfang in gewisser Weise dem Versuch der „Quadratur eines Kreises“ (Originalzitat von Frau von der Heide) gleichkommt.
Die SPD ist im Prinzip auch für den Ausbau des Museums und für den Standort Museumspark. Sie hat jedoch vorbehalte bei den Kosten des Ausbaus.
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Die Standortsuche aus den Jahren 2007 und 2008 erfolgte meines Wissens noch bevor es ein richtiges Raumprogramm für das Museum gab. Damals war vor allem von einer Vergrößerung der Ausstellungsfläche die Rede.
Damals wurden Standorte wie das Sudfass Areal nicht weiter verfolgt, da diese angeblich zu wenige Fläche bieten. Andere Standorte wie das Degussa Areal wurden wegen zu hohen Kosten verworfen. Weitere Standorte, welche sich nicht am Museumsufer befinden, wurden nie wirklich ernsthaft in Erwägung gezogen, da man das Weltkulturmuseum gerne am Museumsufer belassen möchte.
Inzwischen ist längst klar, daß die Erweiterung des Museums am Museumspark sehr hohe Kosten verursachen wird. Die Planungs- und Baukosten sind schon weit über dem, was damals auf dem Degussa Areal veranschlagt wurde. Bei einem Bau auf dem Degussa Areal wurden ca. EUR 60 Mio veranschlagt. Beim Bau des Museums im Museumspark werden voraussichtlich Kosten von EUR 80 - 100 Mio. anfallen.
Das Museum müsste also am Standort Museumspark deutlich kleiner werden. Nur so können die Kosten gesenkt werden und nur so kann sichergestellt werden, dass der Eingriff in den Park und den Baumbestand in einem geringeren Umfang erfolgen wird, als dies derzeit geplant ist. Nur so könnte der Ausbau dem von CDU und Grünen ausgehandelten Kompromiss gerecht werden, den Ausbau unter größtmöglicher Rücksichtsnahme auf den Park durchzuführen.
Potential für eine Verkleinerung gibt es meiner Ansicht nach sicherlich genügend, denn von der derzeit geplanten gesamten Nutzfläche von ca. 7400 qm werden nur ca. 3500 qm wirkliche Ausstellungsfläche sein. Dies ist weniger als 50% der Nutzfläche. Auf ein Cafe im Kutscherhaus, welches dann noch unter der Erde mit dem Museum verbunden werden soll, könnte man sicher verzichten. Bereiche wie, Verwaltung, Museumspädagogik, Infrastruktur und Lager könnten ggf. verkleinert werden.
Weitere Einzelheiten entnehmen sie bitte dem Raumprogramm vom Juni 2010 welches sie im Internet http://www.stvv.frankfurt.de/parlis2/parlis.php finden können. Suchen sie einfach nach „B 513 2010“.
Wenn das Museum jedoch kleiner werden muss, um im Museumspark gebaut werden zu können, dann wäre es sicher auch denkbar, das Museum an einem anderen Standort zu bauen und noch einmal aktiv nach einem besser geeigneten Standort zu suchen. Die Standortsuche wurde ja vor vielen Jahren eingestellt und die Situation hat sich inzwischen deutlich gewandelt.
Doch zu diesem, als radikal empfundenen Schritt, ist jedoch derzeit weder die CDU noch die Grünen oder die SPD bereit und in der Lage. Wie es scheint spielen hierbei vor allem politische, taktische und strategische Überlegungen eine Rolle sowie der ausdrückliche Wunsch, das Museum für Weltkulturen am Museumsufer zu belassen.
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FDP, FW, LINKE und BUNTE:
Die FDP ist für den Ausbau und für den Standort Museumspark. Sie hat jedoch sehr hohe Vorbehalte bei den Kosten. Bei einem Defizit von ca. EUR 200 Mio. p.a. ist es sicher auch nicht wirklich akzeptabel, ein Museum für EUR 80-100 Mio. zu bauen. Die FDP plädiert daher derzeit vor allem für einen überarbeiteten Entwurf, ein reduziertes Raumprogramm und ggf. eine neue Ausschreibung.
Auch die Freien Wähler sind der Ansicht, dass das die Kosten zu hoch sind. Ferner stört es sie, dass die drei Villen im aktuellen Entwurf nicht richtig eingebunden sind.
Wie in der Diskussion deutlich wurde, ist Villa 37 im aktuellen Raumprogramm nicht enthalten. Herr Pritzl vom Hochbauamt deutete an, dass diese Villa verkauft werden soll, um den Erweiterungsbau zum Teil zu finanzieren. Herr Pritzl machte deutlich, dass die Entscheidung über die Nutzung der drei Villen beim Kulturdezernat liegt.
Wie dem aktuellen vom Kulturdezernat erstellten Raumprogramm vom Juni 2010 ersichtlich ist, werden Villa 35 und 29 nach der Erweiterung des Museums in erster Linie für Büros, Verwaltung, Labore und Ateliers genutzt werden.
Die Villen werden also in Zukunft nur noch von einem sehr kleinen, elitären Kreis von Mitarbeitern des Museums wie auch deren Leiterin Frau Clémentine Deliss genutzt werden.
Der „normale“ Bürger von Frankfurt und zukünftige Besucher des Weltkulturmuseums wird nach dem Ausbau die drei schönen alten Villen i.d.R. nicht mehr betreten sondern nur noch von Außen bewundern können.
In der Ausschreibung für die Architekten wurde Villa 37 nicht eingebunden. Es ist dort nur von zwei Villen die Rede:
http://www.wettbewerbe-aktuell.de/index.php?main=preview&preview_id=2577...
Die LINKE stört sich wie die FDP und die FW vor allem an den hohen Kosten. Ferner ist sie inzwischen auch davon überzeigt, dass der Baumbestand bei dem vorliegenden Raumprogramm nicht wirklich erhalten werden kann. Daher plädiert die LINKE für ein neues Raumprogramm und eine neue Planung. Sollte sich herausstellen, dass eine Realisierung nicht wie erforderlich möglich ist, sollte ein anderer Standort gesucht werden.
Die BUNTE zweifelt an dem Nutzen der in M 98 veranschlagten Gutachten und sieht die derzeitigen Architektenpläne kritisch. Sie stört sich auch an den hohen Kosten der Planung und plädiert daher für die sofortige Suche nach einem anderen, geeigneten Standort um den Park und den Baumbestand nicht durch Baumaßnahmen zu gefährden.
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Nach der Diskussion wurde über die Vorlagen M 98, NR 18, NR 19 und NR 26 abgestimmt:
Antrag M 98 wurde von CDU, GRÜNE und SPD angenommen.
Abgelehnt wurde M 98 von FDP, FREIE WÄHLER, LINKE und BUNTE.
Die Anträge NR 18, NR 19 und NR 26 wurden von CDU, GRÜNE und SPD abgelehnt. FDP, FW, LINKE und BUNTE stimmten diesen Anträgen nur zum Teil geschlossen zu.
Das Abstimmungsergebnis und die Diskussion zu TOP 17 zeigen, dass inzwischen bereits vier Oppositionsparteien große Vorbehalte gegen dem geplanten Ausbau des Museums in der jetzt vorliegenden Form und Größenordnung haben.
Leider sind die Entscheidungsträger in CDU, Grünen und SPD jedoch nach wie vor nicht bereit, über ihren Schatten zu springen und noch einmal aktiv nach alternativen Standorten zu suchen.
Um Ihr Gesicht zu wahren und ihren in der Vergangenheit ausgehandelten Kompromiss nicht zu gefährden, werden also voraussichtlich weitere EUR 7,8 Mio. in die weitere Planung für die Realisierung an diesem einen Standort fließen.
Dies ist sehr bedauerlich, denn dieses Geld der Steuerzahler könnte wesentlich sinnvoller genutzt werden um ggf. ein Grundstück für einen prachtvollen oberirdischen Neubau an einem anderen Standort (vorzugsweise) am Museumsufer zu erwerben.
Anbei ein aktueller Artikel aus der FNP zu der Diskussion im Planungsausschuss:
http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/frankfurt/keine-chance-fuer-museums...
Ich kann wirklich nicht nachvollziehen, weshalb sich die CDU/Grüne Koalition und auch die SPD so sehr auf den Standort am Museumspark festgelegt haben.
Die Nachteile liegen nun ganz klar auf der Hand: es wird sehr teuer und den Haushalt der Stadt sehr stark belasten.
Wahrscheinlich werden deshalb an anderer Stelle Abstriche gemacht werden müssen. Viele Bürger (und auch solche welche nicht so sehr an dem Park und den Bäumen hängen) haben dafür kein Verständniss.
Das Museum kann sicher auch an einem anderen Standort kostengünstiger oberirdisch gebaut werden.
Die drei Villen des Museums für Weltkulturen am Schaumainkai könnten dann auch weiter für Museen und Kultur genutzt werden - zB als neue Heimat für eine private Stiftung so wie beim Museum Giersch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Museum_Giersch
Das Museumsufer muß also nicht zwangsläufig darunter leiden, wenn das Weltkulturmuseum an einem anderen Standort gebaut wird. Die Perlenkette kann auch ohne das Weltkulturmuseum weiter bestehen.
Das nach dem unterirdischen Ausbau des Museums keine der drei Villen weiter als Ausstellungsfläche genutz werden soll und sogar eine Villa verkauft werden soll zeigt doch ganz deutlich, daß das Argument der "Perlenkette" nur vorgeschoben ist um dieses waghalsige Projekt noch rechtfertigen zu können.
Eine teure Perle, welche unter er Erde am Museumsufer vergraben wird hat für die Frankfurter Bürger nicht wirklich einen hohen Nutzen - ganz unabhängig davon, was mit den Bäumen im Park geschieht.
Das Museum sollte besser an einem anderen, geeigneten Ort oberirdisch gebaut werden. Ein anderer Standort am Museumsufer wie zB dem Degussa Areal oder dem Sudfass Gelände wäre natürlich ideal.
Bevor die Stadt nun Steuergelder von 7,8 Mio EURO für weitere Planungen am Museumspark "in den Sand setzt", sollte nochmal nach anderen Standorten gesucht werden.
Kein Wunder, daß bei einer solchen Stadtpolitik nur noch 40% der Wahlberechtigten in Frankfurt zur Kommunahlwahl gehen......
Ich glaube vielmehr, die SPD stimmt dem Bau an diesem Standort zu, um Grüne und CDU zu diskreditieren. Für die Grünen droht der Bau ein ökologisches Disaster zu werden, für die CDU ein finanzielles. Beide werden dadurch Probleme mit ihrer Wählerschaft bekommen. Wenn die Museumserweiterung also von der Regierungskoalition durchgezogen wird, kann die SPD politisch davon nur profitieren. Schade, dass durch diese Taktik der Park draufgehen wird.
Die Bunte Fraktion im Römer hat gestern ebenfalls einen Antrag gegen M 98 eingebracht. Ich weiß nicht, warum er nicht mehr als Tischvorlage im Kulturausschuss gelandet ist, aber er wird in den anderen Ausschüssen behandelt - gleichwohl von Grünen und CDU abgelehnt - werden.
Er ist noch nicht in Parlis, wird dann aber als Antrag NR 25 zu erreichen sein:
http://www.stvv.frankfurt.de/PARLISLINK/DDW?W=DOK_NAME=%27NR_25_2011%27
Hier der Text:
Wie die Magistratsvorlage unter den Punkten 2, 3 und 4 einräumt, hat der Entwurf des ersten Preisträgers zur Erweiterung des Museums der Weltkulturen Defizite in den Bereichen
- Landschaftsarchitektur,
- dem Erhalt der teilweise über hundert Jahre alten Platanen, Kastanienbäume und des Gingko-Baums sowie
- der Grund- und Hochwassersituation während der Bauarbeiten.
Darüber hinaus werden von kritischen Architekten öffentlich „harsche Raumübergänge“ beanstandet, welche „die so wichtige freie Bewegung zwischen den Zentren“ einschränkten. Der Glaskubus im Eingangsbereich und die Treppenfluchten seien zu gering bemessen für die zu erwartenden Besucherströme und müssten vergrößert werden. Ferner sei die Unterbauung und Einbeziehung des Kutscherhauses unangemessen aufwändig und somit eher unrealisierbar.
Der Entwurf wirkt unausgegoren, er wird unverhältnismäßig teuer und stößt in der Bevölkerung aufgrund der radikalen und großflächigen Eingriffe in den Museumspark auf große Ablehnung.
Gerade der Eingriff in den alten Baumbestand ist unter den zu erwartenden klimatischen Veränderungen in Frankfurt am Main – Senkung des Grundwasserspiegels, Erwärmung, CO2-Anstieg – nicht zu verantworten.
Dies vorausgeschickt möge die Stadtverordnetenversammlung beschließen:
1. Die Vorlage M 98 wird zurückgewiesen.
2. Der Magistrat wird aufgefordert, alternative Standorte für das Museum der Weltkulturen zu prüfen und die Ergebnisse vorzutragen.
3. Dabei wird insbesondere ein Standort im Campus Bockenheim geprüft, der sich aufgrund seiner räumlichen Nähe zum Senckenberg-Museum und dessen Sammlung anbietet.
4. Mit den Anwohnern und von einer Museumserweiterung Betroffenen am entsprechenden Standort wird ein öffentlicher Dialog aufgenommen.
5. Der Erhalt des uralten Baumbestands im Museumspark wird sichergestellt.
6. Bis dahin wird das Museum der Weltkulturen nicht nur Events in anderen Häusern veranstalten, sondern Teile der Sammlung in den eigenen Häusern und digital im Internet zugänglich machen.
Wir haben den Antrag nun in etwas veränderter Form im Ausschuss für Planung & Bauen sowie im Haupt- und Finanzausschuss eingebracht:
http://www.stvv.frankfurt.de/PARLISLINK/DDW?W=DOK_NAME=%27NR_26_2011%27
Ich bin heute, am 31. Mai 2011 im der Sitzung des Kultur und Freizeitausschusses gewesen. Dort wurde die Vorlage M 98 sowie die Vorlagen NR 18 der FDP und NR 19 der FW besprochen.
Neben den Ausschussmitgliedern der Parteien CDU, SPD, Grüne, FDP, FW, Linke und Bunte waren u.a. Frau Clémentine Deliss anwesen sowie ein Architekt von Kuehn Malvezzi, welche die Pläne für den Ausbau gemacht haben.
Die Leitung der Sitzung hatte Frau Heike Hambrock von den Grünen. Prof. Dr. Felix Semmelroth war selbstverständlich in seiner Funktion als Kulturdezernent ebenfalls anwesend.
Die Vorlage M 98 wurde ausgiebig diskutiert und es wurden u.a. auch Fragen aus dem Publikum zugelassen. Ein Protokoll der Sitzung finden sie hoffentlich bald im PARLIS.
Was ist mir bei dieser Sitzung aufgefallen?
1)
Bei der Abstimmung nach der Diskussion zum Weltkulturmuseum und den damit verbundenen Anträgen (M 98, NR 18, NR 19) war der Ausschussvorsitzenden Frau Hambrock das Votum von CDU, Grünen und SPD bereits bekannt.
Dies zeigt dass diese drei Parteien sich schon vor der Sitzung abgesprochen haben und geschlossen für die Vorlage M 98 und gegen Vorlage NR 18 und NR 19 votiert haben. Frau Hambrock hatte dies bereits vermerkt und deswegen nicht in der Sitzung nach dem Votum gefragt.
Nur das Votum von FW (Herr Hübner), FDP (Stefan von Wangenheim), Linken und Bunten (Jutta Ditfurth) wurde nach der Diskussion zur Vorlage M 98 eingeholt. FW, FDP, Linke und Bunte stimmten alle gegen die Vorlage M 98.
Die Antrage NR 18 und NR 19 wurden nur von der FDP und den FW angenommen aber von Linken und Bunten abgelehnt.
2)
Zwischenfragen von Bürgern wie mir und Mitgliedern der Bürgerinitiative Freunde des Museumsparks wurden zugelassen. Mir sind dabei im Publikum einige Personen negativ aufgefallen, welche anscheinend für das Hochbauamt der Stadt Frankfurt tätig sind und neben deren Leiter Dr. Hans Jürgen Pritzl im Zuschauerbereich des Sitzungszimmers Platz genommen hatten.
Diese Personen haben auf Fragen der Mitglieder der Bürgerinitiative in der Regel mit Unverständnis, Gelächter, verbalen Anfeindungen und sonstigen abfälligen Gesten und Ausdrücken der Ignoranz und Arroganz reagiert. Diese Damen und Herren, deren Namen ich leider nicht kenne, haben anscheinend keinerlei Verständnis für die Einwände und Anliegen der Freunde des Museumsparks.
3)
Auch ich hatte die Fragerunde genutzt um noch einmal nachzufragen, weshalb der Alternativstandort „Sudfass Areal“ an der Flößerbrücke im Jahr 2008 verworfen wurde und nicht weiter von der Stadt Frankfurt als ein möglicher Standort für den Bau des Weltkulturmuseums verfolgt wird. Frau Hambrock und Herr Semmelroth wollten mir diese Frage jedoch nicht eindeutig beantworten und verwiesen auf Berichte in den Zeitungen. Frau Hambrock sagte dazu nur, dass das Sudfass Grundstück nicht der Stadt Frankfurt gehört und das es ihres Wissens nach nicht genug Platz für einen Ausbau bieten würde.
Ich habe zum Thema Sudfass den folgenden Artikel im Internet gefunden:
http://www.property-magazine.de/staedtisches-grundstueck-am-sudfass-wird...
Demzufolge würde das Grundstück EUR 12,5 Mio. kosten (Stand 2008)
Auch der folgende Beitrag aus einem anderen Forum ist sehr aufschlussreich:
http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showpost.php?s=3b71e2117...
4)
Bei der Präsentation des Siegerentwurfs des Architektenwettbewerbs für den Ausbau am Museumspark von Kühn Malvezzi wurde u.a. folgendes deutlich
4.1)
Die Pläne zeigen nicht auf, wie die bestehenden Villen nach dem erfolgten unterirdischen Ausbau genutzt werden sollen. Die FDP äußerte dazu bereits die Vermutung, dass nicht alle Villen nach dem unterirdischen Ausbau des Museums im Park weiter für das Museum für Weltkulturen genutzt werden sollen.
4.2)
Die Pläne und das mir vorliegende aktuelle Raumprogramm vom Juni 2010 zeigen, dass neben der geplanten reinen Ausstellungsfläche von inzwischen ca. 3500 qm auch ein großer Teil an sonstiger Nutzfläche wie ein Zwischenlager, Büros, Verwaltung, Bibliothek und sonstige Räumlichkeiten gebaut werden sollen. Die Gesamtfläche des Ausbaus liegt deswegen bei fast 6000 qm. Nur Villa 29 und Villa 35 sollen weiter genutzt werden so dass das Museum insgesamt ca. 7500 qm Fläche haben wird.
Das aktuelle Raumprogramm vom Juni 2010 finden sie hier:
http://www.stvv.frankfurt.de/parlis2/parlis.php
4.3)
Der Architekt ist auch auf den im Park befindlichen Baumbestand eingegangen und sagte, dass er sich bei seinen Planungen strikt nach den Vorgaben der Stadt Frankfurt und dem Raumprogramm gerichtet hatte.
Der Magistrat der Stadt Frankfurt hatte dem Architekturbüro vorgegeben, wie groß der Bau sein soll und welche Bäume im Park erhalten werden müssen. Dies waren jedoch gerade einmal ZWEI BÄUME. Diese Bäume wurden vom Architekten benannt.
Es handelt sich um Baum Nr 46 und Baum Nr 52 aus der folgenden Übersicht:
http://www.freunde-des-museumsparks.de/pdfs/flugblatt2_skizze.pdf
Alle anderen Bäume wurden in den Vorgaben der Stadt an das Architekturbüro zum Fällen und Abholzen freigegeben!!!!
Was habe ich also aus dieser Sitzung und den mir vorliegenden Informationen gelernt?
a)
Die Vorgaben des Magistrats an das Architektenbüro verletzten in ganz signifikanter Weise den von der Stadtversammlung getragenen und von der CDU/Grünen Koalition ausgehandelten Beschluss, den Erweiterungsbau des Museums für Weltkulturen am Museumspark so schonend wie möglich zu gestalten und mit dem Park und den dort befindlichen Bäumen sorgfältig und behutsam umzugehen.
b)
Die Öffentlichkeit wird ganz bewusst getäuscht und belogen. Die Bäume im Park sind den zuständigen Personen im Magistrat und Hochbauamt nicht wirklich wichtig. Vielmehr soll das Museum ohne Rücksicht auf den Park so groß wie möglich ausgebaut werden. Das die weiteren Kosten für die Planung gemäß Vorlage M 98 ca. EUR 8 Mio. betragen werden und der Ausbau voraussichtlich weitere EUR 80 Mio kosten wird, scheint keine große Rolle zu spielen.
c)
Alternativen wie einen Ausbau auf dem Sudfass Gelände werden nicht weiter verfolgt, obwohl dieser Standort auch sehr gut geeignet ist. Das Museum dort wäre auch am Museumsufer und sehr gut zwischen Römer, Historischer Altstadt und dem Neubau der EZB gelegen. Da genau diese Highlights von vielen Touristen der Stadt angesteuert werden, würde sich das Museum für Weltkulturen genau dort sehr gut machen und über einen regen Besucherstrom erfreuen können. Die Kosten für die Planung und den Neubau sind an diesem Standort wesentlich niedriger als im Museumspark. Das Grundstück des Sudfass Areals müsste die Stadt jedoch vorher kaufen. Bei einem Preis von EUR 12,5 Mio wäre dies jedoch durchaus vertretbar, zumal die Stadt EUR 8 Mio für weitere Planungen am Museumspark sparen würde und ja bereits EUR 5 Mio beim Verkauf des Grundstücks in der Metzlerstrasse 31 eingenommen hatte.
Zu Punkt 2) in meinem Bericht oben möchte ich noch eine Korrektur machen. Es war nicht der Leiter des Hochbauamts Dr. Hans Jürgen Pritzl, welcher in der Sitzung des Kulturausschusses anwesend war und im Publikumsbereich Platz genommen hatte, sondern Baudirektor Ulrich Kuhlendahl, welcher im Hochbauamt in leitender Position tätig ist. Die Personen, welche mir negativ aufgefallen sind, haben neben Herrn Kuhlendahl gesessen und im Laufe der Sitzung mehrmals mit Ihm gesprochen.
Ich gebe ihnen Recht. Für 13 Mio Euro hätte die Stadt das Sudfass Areal vielleicht kaufen können und sollen. Anbei ein sehr interessanter Artikel aus der FAZ vom Dezember 2007:
http://www.faz.net/artikel/C30214/museum-der-weltkulturen-weltkulturen-m...
Wie die Preisvorstellungen heute sind, kann ich nicht sagen, aber die Stadt könnte dieses Gründstück sehr wohl kaufen - die Frage ist nur, für welchen Preis.
Druck auf den derzeitigen Eigentümer des Bordells kann sie auf jeden Fall ausüben, da sie ja wie im Artikel beschrieben ein Nachbargrundstück besitzt und das Bauamt letztendlich die Genehmigung für Baumaßnahmen auf dem Grundstück erteilt.
Die Stadt könnte dem Bordellbetreiber ggf. auch den Bordellbetrieb am Sudfassareal erschweren, indem sie die Auflagen verschäft, verstärkte Polizeikontrollen durchführt und ggf. die Lizenz entzieht.
Doch darauf will sich die Stadt Frankfurt anscheined nicht einlassen - warum nur?
Zum Standort Sudfass Areal habe ich noch einen sehr interessanten Artikel vom April 2011 in der Frankfurter Rundschau gefunden:
http://www.fr-online.de/kultur/architektur/-kein-zeichen--das-man-lesen-...
Demzufolge ist der Standort sehr wohl geeignet und bietet genug Fläche. Das Objekt kann auch nach wie vor gekauft werden, aber die verantwortlichen in der Stadt scheinen andere Prioritäten zu haben....
Das aktuelle Raumprogramm vom Juni 2010 finden sie hier:
http://www.... [MODERATOR: Wir können aus rechtlichen Gründen leider nicht auf diese Seite verlinken. Bitte einen anderen Link anbieten.]
Sie können dies auch im PARLIS finden wenn sie nach „B 513 2010“ suchen.
Ich bin heute in der Sitzung des Ortsbeirats 5 gewesen. Dort wurde der Antrag M98 sowie die Anträge NR18 und NR19 besprochen.
Details dazu finden sie sicher bald im Parlis unter http://www.stvv.frankfurt.de/parlis2/parlis.php
Es waren u.a. auch Mitglieder des Magistrats und die Leiterin des Museums für Wetkulturen Frau Dr. Clémentine Deliss anwesend.
Vor allem Mitglieder der Freien Wähler wie Herr Meinecke, Herr Kehrmann aber auch zu einem gewissen Grad Herr Dr Uwe Schulz von der FDP haben sich gegen Antrag M98 ausgesprochen.
Wie erwartet haben CDU, Grüne aber auch die SPD für M98 und gegen NR18 und NR19 gestimmt.
FDP und FW waren gegen M98 und für NR18 und NR19. Die Linke war auch gegen M98 und war für NR19, hat sich bei NR18 enthalten. Über die Haltung der FAG kann ich nichts sagen – bitte schauen sie im Parlis nach.
Ich hatte den Eindruck, daß viele der anwesenden Bürger die Bedenken der Bürgerinitiative teilen.
Beim Vortrag von Frau Dr. Clémentine Deliss haben meines Wissens in erster Linie nur Mitglieder des Ortsbeirats 5 der CDU, Grüne und auch der SPD applaudiert.
Ich bin der Ansicht, daß M98 zurückgewiesen werden sollte, denn dort wird beschlossen, weitere 7,8 Mio EUR für die weitere Planung des Ausbaus am Museumspark auszugeben.
Wenn dieses Geld erst einmal ausgegeben wurde, wird es kein zurück mehr geben. Dann kann die Bürgerinitiative dern Freunde des Museumsparks nur noch darauf hoffen, daß der Ausbau in einem kleineren Rahmen durchgeführt wird und hoffentlich nicht ganz so viele Bäume fallen müssen.
Mein Vorschlag, noch einmal einen Schritt zurück zu gehen und systematisch nach anderen besseren Standorten und Lösungen zu suchen, erntete viel Beifall bei den anwesenden Bürgern (natürlich nicht allen) sowie bei FDP und FW aber nicht bei CDU, Grüne und SPD.
Für 7,8 Mio EUR könnte man vielleicht schon fast das Sudfass Areal kaufen (ich kenne die Einzelheiten und die Preisvorstellungen des Eigentümers natürlich nicht). Die Stadt hatte 5 Mio EUR für den Verkauf des Grundstücks in der Metzlerstraße 31 eingenommen. Zusammen sind das fast 13 Mio EUR – dis sollte doch reichen, um das Sudfass Areal zu kaufen!!!
Dort könnte das Museum für Weltkulturen dann sehr viel mehr zur Aufwertung des Museumsufers beitragen.
Ein Bordell am Mainufer zwischen Römer und EZB ist alles andere als repräsentativ für Frankfurt.
Das Geld der Stadt und der Steuerzahler sollte dort für ein Museumsbau investiert werden, wo es am meisten das Image von Frankfurt als eine weltoffene Stadt fördert und das Museumsufer aufwertet.
Wie wir in diesem Forum und in der Presse bereits gesehen haben, könnte sich Herr Semmelroth mit einem Bau an diesem Standort durchaus abfinden, da auch er sich sehr wohl darüber im klaren ist, daß das Museumsufer nicht nur das Sächsenhäuser Mainufer beinhaltet sonder auch das Frankfurter Mainufer.
Warum wird dieser Standort nicht weiter verfolgt? Warum gelingt es der Stadt nicht, daß Sudfass Areal zu kaufen?
Dieser Schandfleck wird eines Tages so oder so weichen müssen und die Stadt einiges kosten.
Diese Kosten für den Kauf des Sudfass Geländes sind nötig und unvermeidbar - oder können sie sich vorstellen, in den USA in Washington D.C. zwischen dem Weissen Haus, dem Capitol und dem Sitz der Federal Reserve ein Laufhaus und Bordell vorzufinden?
Nein, dort sind vor allem Museen zu finden welche den Besuchern der Stadt zeigen sollen, wie weltoffen und fortschrittlich die USA ist.
Warum kann Frankfurt dies nicht auch??? Warum muss das Weltkulturmuseum unbedingt am Museumspark gebaut werden???
Was werden Touristen denken, wenn sie nach Frankfurt kommen und nach einem Besuch des Römers und der rekonstruierten Altstadt auf Ihrem Weg zum Neubau der EZB am Mainufer entlang gehend auf einmal ein Bordell vorfinden???
Vor allem bei Touristen aus den relativ prüden USA aber auch bei Touristen aus Muslimischen Ländern könnte dies einen sehr zweifelhaften Eindruck hinterlassen.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie diese Touristen beim Anblick des Sudfass vor der EZB Zentrale den Kopf schütteln und sich dann fragen, ob auch die EZB von sexsüchtigen Machos im Format eines Dominique Strauss Kahns geleitet wird.
Eigentlich schade, das in diesem Forum seit einer Weile keine neuen aktuellen Beiträge und Kommentare erschienen sind.
Die Wahl ist inzwischen gelaufen und die CDU/Grüne Koalition will an dem Projekt festhalten und bald realisieren. Ich habe an anderer Stelle gelesen, daß derzeit die Finanzierung des Projekts geprüft wird.
Ferner habe eben die folgende Interessante Stellungnahme der SPD in Sachsenhausen zu dem Thema gefunden:
http://www.spd-sachsenhausen.de/index.php?mod=gastbuch&menu=8
Dies macht Hoffnung und deckt sich mit den hier im Forum zusammengetragenen Fakten. Leider steht es aber auch in einem Wiederspruch zu den vorher gemachten Aussagen der SPD Fraktionsspitze im Römer, welche hier im Forum weiter unten zusammengetragen wurden.
Ich würde mich sehr freuen, wenn die SPD hier im Forum bitte einmal Stellung dazu beziehen könnte.
Lieber H.O.
ihnen scheint entgangen zu sein, daß Frau Tursky-Hartmann seit der letzten Kommunahlwahl nicht mer die Vorsitzende der SPD im Ortsbeirat 5 ist. Ihr Artikel stammt aus Zeiten vor der Wahl.
Zur Person Tursky-Hartmann gibt es u.a den folgenden Artikel aus der Zeitung:
http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/frankfurt/turksyhartmann-raeumt-das...
Dies ist wohl gemerkt nur die offizielle Version für die Zeitungen.
Es gibt jedoch einige Gerüchte von Insidern in der SPD, daß Frau Tursky-Hartmann unter anderem aufgrund ihrer kritischen Haltung zum Thema Ausbau des Weltkulturmuseum am Museumspark den internen Machtkampf in der SPD gegen Sylvia Weber verloren hat.
Da die SPD Fraktionsspitze im Römer hinter dem Projekt steht und dies in der jetzt angelaufenen Legislaturperiode mittragen will musste Frau Tursky-Hartmann ihren Stuhl als Vorsitzende der SPD in Sachsenhausen räumen.
Das die SPD mit sogenannten "Abweichlern" (welche nicht das sagen was die Parteispitze will sondern das sagen was sie selber denken) umgeht, haben wir ja schon auf Landesebene in Hessen bei der gescheiterten Ministerpräsidentenwahl von Frau Ypsilanti gesehen.
Auch die Abweichler von damals wurden von der SPD nicht gerade zimperlich behandelt und haben die Partei entweder verlassen oder ihre Ämter in der Partei verloren und fristen nun ein Schattendasein als einfache Abgeordnete.
Unsere repräsentative Demokratie ist inzwischen nur noch auf dem Papier eine Demokratie - in der Praxis sieht die Sache etwas anders aus.....
Für alle Leser welche sich mit der in den letzten Jahren erfolgten Suche nach alternativen Standorten für das Museum und die letztlich getroffene Entscheidung schlau machen wollen, anbei einige (zum Teil alte) Zeitungsartikel.
http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/der-ewige-streit-um-ein-museum_rmn0...
http://www.fr-online.de/rhein-main/grosser-park-an-der-honsellstrasse/-/...
http://www.fr-online.de/rhein-main/allgemeine-erleichterung/-/1472796/33...
http://www.faz.mobi/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/Doc~E913762CE8F7...
http://www.fr-online.de/rhein-main/weltkultur-nachrangig/-/1472796/31465...
http://www.magazin-world-architects.com/de_08_25_onlinemagazin_personen_...
http://www.faz.net/s/RubFBF93A39DCA8403FB78B7625AD0646C5/Doc~E6B23F7AC0B...
http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/Doc~E6DE878F5E4...
http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/Doc~EA4EF4BD468...
http://www.fr-online.de/rhein-main/haus-der-weltkulturen-nicht-gestriche...
http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/Doc~EBE7E73E5F2...
http://www.fr-online.de/rhein-main/weltkultur-in-der-provinz/-/1472796/3...
Dies ist nur ein Teil der vielen Berichte aus den Zeitungen. Leider gibt es keine abschließende offizielle Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen der verschiedenen Standorte und auch nicht wirklich viele Informationen darüber, weshalb der ein oder andere Standort letztendlich nicht weiter verfolgt wurde. Herr Cunitz (Grüne) hatte in seinem Kommentar weiter unten ja auch nur ganz schwammig davon gesprochen, daß "man alternative Standorte aus unterschiedlichen Gründen verworfen hatte" und leider keine weiteren, konkreten Fakten genannt.
Wie ich ganz deutlich zu erkennen glaube, hat die CDU und auch die FDP eine ganz klare Präferenz für den Standort am Museumspark.
Da die Grünen ja dem Standort letztendlich zugestimmt hatten, wurde die aktive Suche nach alternativen Standorten eingestellt.
Spätere Anträge zur Prüfung alternativer Standorte wie der vom Ortsbeirat Westend (Vorlage OA 563) oder der von den Freien Wählern im Ortsbeirat Sachsenhausen wurden nicht mehr angenommen sondern ohne Begründung abgelehnt.
Die Standortentscheidung für den Ausbau am Museumspark ist also eine REIN POLITISCHE ENTSCHEIDUNG und keinesfalls eine Entscheidung, welche ökonomischen Prinzipien folgt und die Interessen der Bürger und Steuerzahler berücksichtigt. Sie basiert nicht auf einer gründlichen, systematischen und objektiven Analyse von verschiedenen Möglichkeiten.
Zum Schluss möchte ich noch einige Informationen darüber hinzufügen, was die SPD und die LINKE über die Standortdebatte denken - beide Parteien waren ja bisher in diesem Forum kaum genannt worden:
SPD:
http://spd-im-roemer.de/meldungen/26680/94620/Museum-der-Weltkulturen-An...
Linke:
http://dielinke-im-roemer.de/upload/viehl/2008_06_19_MuseumderWeltkultur...
Ich bin kein Anhänger der Linken aber mich überrascht doch sehr, daß die Linke mit dem Ausbau am Museumspark einverstanden zu sein scheint, da sie dies für die "billigste Lösung" hält.
Der immaterielle Nutz- und Erholungswert des Parks für die Frankfurter Bürger aller Schichten und sozialer Herkunft (und vor allem von solchen Bürgern, welche sich kein Haus mit einem Garten in Sachsenhausen leisten können) scheint für die Linken in ihrer vereinfachten Sicht der Dinge und der milchmädchenhaften Analyse der Kosten und Nutzen anscheinend keinerlei Rolle zu spielen....
Liebe Sachsenhäuser,
ich war und bin für die uneingeschränkte Erhaltung des Museumsparks.
Ich habe als Mitglied der Freien Wähler und Fraktionsloser im Ortsbeirat 5 einen Antrag zum Erhalt des Museumsparks gestellt. Dieser wurde von allen im Ortsbeirat vertretenden Parteien (CDU,SPD,Grüne, Die Linke, FAAG und FDP) abgelehnt. Eine Sitzung später stellte die SPD einen ähnlichen Beitrag.
Auch die häufig angegriffene Stadtverordnete Frau Dr von Beckh, die aus den Norden Frankfurts stammt, hat erklärt warum Sie damals vor einigen Jahren gegen das Degussa Gelände und für die Erweiterung des Museums gestimmt hat. Zunächst ist die Erweiterung des Museums nichts schlechtes. Damals hatte der Magistrat und die ihn tragenden Parteien teilweise wichtige Informationen den Stadtverordneten vorenthalten, so auch die Zerstörung des MUSEUMSPARKS. Damals gab es im Süden eben keine große Freie Wähler Gruppe, die den Stadtverordneten der Freien Wähler die Informationen überbrachte.
Das ist jetzt anders.
Die Freien Wähler und auch die Stadtverordnete Frau Dr von Beckh ist bedingungslos gegen die Zerstörung des Museumsparks und wird dies in der neuen Legeslaturperiode in einer gestärkten Fraktion umsetzen.
Kai-Sören Kehrmann, Freier Wähler, Ortsbeirat 5 Liste 9 Platz 1 und Stadtverordnetenversammlung Liste 7 Platz 13
Wie ich bei der letzten Veranstaltung der Freunde des Museumsparks am 13.3.2011 erfahren habe, soll in der gegenwärtigen Planung der Stadt eine Ausstellungsfläche von 6000 QM bei dem Ausbau am Museumspark neu geschaffen werden.
Wie wurde dieser Flächenbedarf eigentlich ermittelt?
Bei der jetzt geplanten Realisierung wird der Eingriff in den Baumbestand alles andere als behutsam sein und der Eingriff in die Natur nicht mit „größtmöglicher Rücksicht“ auf den Park und den Baumbestand erfolgen. Der jetzt geplante Entwurf verletzt also zu einem gewissen Grad den von der Stadtverordnetenversammlung getroffenen Beschluss für den Ausbau an diesem Standort (siehe Kommentar von Herrn Cunitz (Grüne) weiter unten).
Ich habe mir deshalb einmal die Mühe gemacht und alte Zeitungsberichte zu dem Thema durchgelesen. Dabei bin ich auf folgendes aufmerksam geworden.
In einem Interview in der FR vom 7. September 2009 sagt Herr Semmelroth:
"…. Um diese Situation zu ändern, solle das Museum, das gegenwärtig über gerademal 600 Quadratmeter Ausstellungsfläche verfüge, um 4000 Quadratmeter kräftig wachsen……."
http://www.fr-online.de/rhein-main/der-kampf-fuer-das-gute-und-schoene/-...
Ziemlich genau 9 Monate später, am 8. Juni 2010, erscheint dann ein anderer Beitrag mit einem Interview von Herrn Semmelroth in der FR in welchem Herr Semmelroth sagt:
"Mittlerweile habe man den Erweiterungsbau etwas abgespeckt, berichtet Semmelroth. Von den ursprünglich geplanten 7500 Quadratmetern sei man jetzt auf 6000 Quadratmeter Nutzfläche zurückgegangen."
http://www.fr-online.de/rhein-main/semmelroth-bangt-um-museumsbau/-/1472...
Wie kann es sein, dass innerhalb von 9 Monaten die geplante Fläche von 4000 QM auf 7500 QM ansteigt, um dann in einer "großzügigen Geste" auf 6000 QM reduziert zu werden???
Für mich sieht es ganz so aus, als ob Herr Semmelroth ganz bewusst wie ein Art "Poker Spieler" mit der geplanten Ausstellungsfläche seine "politischen Pokerspielchen" betreibt.
Nachdem sich die Stadt für den Park als Standort entschieden hatte und die Grünen endlich überzeugt waren, wurde die geplante Ausstellungsfläche anscheinend zunächst erstmal signifikant erhöht, um diese dann im weiteren Verlauf später wieder reduzieren zu können.
Frei nach dem Motto: "Wenn ich eigentlich nur 4000 QM benötige, dann plane ich lieber erstmal mit 7500 QM. Wenn dann Kritiker kommen (sei es wegen dem Eingriff in den Park oder wegen der Höhe der Kosten) dann habe ich genug Puffer und kann in den Verhandlungen dadurch punkten, dass ich mich auf eine scheinbar reduzierte Ausstellungsfläche einlasse.
Es ist schon ziemlich raffiniert, was sich Herr Semmelroth so alles einfallen lässt, um sein "Traumprojekt" endlich realisieren zu können.
Kein Wunder, dass sich die Stadt bis jetzt nicht dazu bereit erklärt hat, Unterlagen zu veröffentlichen, in welchen der Raumbedarf des Museums (angeblich) ermittelt wurde.
Genau so wie bei der vermeintlichen "systematischen Prüfung" von geeigneten Standorten wird die Öffentlichkeit anscheinend auch hier mal wieder ganz bewusst von den Befürwortern des Ausbaus getäuscht und betrogen.
Daher drängt sich zunehmend die Vermutung auf, dass es in Wahrheit Herr Semmelroth ist, welcher in seiner Funktion als Kulturdezernent bei der Realisierung des Ausbaus des Museums seine eigenen Interessen über die Interessen der Allgemeinheit stellt.
Ich habe inzwischen das sagenannte Raumprogramm gefunden. Hier wurde im Juni 2008 berechnet, wie viel Fläche das Museum benötigt und wofür die Fläche im Einzelnen benötigt wird.
http://www.stvv.frankfurt.de/parlisobj/M_144_2008_ANRaumprogramm.pdf
Bemerkenswert ist, daß diese Berechnungen vom Juni 2008 sind.
Im September 2009 hatte Herr Semmelroth in der FR jedoch noch von einer Erweiterung der Ausstellungfläche um 4000qm gesprochen.
In einem Interview in der FR vom 7. September 2009 sagt Herr Semmelroth:
"…. Um diese Situation zu ändern, solle das Museum, das gegenwärtig über gerademal 600 Quadratmeter Ausstellungsfläche verfüge, um 4000 Quadratmeter kräftig wachsen……."
http://www.fr-online.de/rhein-main/der-kampf-fuer-das-gute-und-schoene/-...
Der Knackpunkt ist also der folgene: im Raumprogramm sehen wir eine geplante Ausstellungsfläche von ca 4500qm. Dazu kommen dann aber noch andere Räumlichkeiten wie Büros, Verwaltung, Technik usw. und dies führt dazu, daß man insgesammt einen Aubau mit ca. 7500qm Fläche bauen will.
Deswegen müssen mehr Bäume fallen als damals gesagt wurde, für Seminarräume, Technik, Büros, Gastronomie, Bibliothek usw....
Das ganze Projekt ist in dieser Form überdimensioniert, zu teuer und schädlich für den Park. Es wiederspricht dem Beschluß, den Ausbau des Museums im Park so schonend wie nur möglich umzusetzten. Wann werden die Grünen endlich aufwachen und verstehen, daß sie von der CDU bei dieser Sache nach Strich und Faden belogen und betrogen wurden?
Für alle Leser dieses Forums, welche die Sichtweise der Befürworter des Standortes Museumspark besser verstehen wollen und sich über die Historie des Museums für Weltkulturen und die in der Vergangenheit diskutierten Ausbauvarianten informieren möchten, kann ich ein Buch von Hilmar Hoffmann empfehlen.
Der folgende Artikel gibt Ihnen weitere Informationen zu diesem Buch:
http://www.badische-zeitung.de/literatur-1/von-bedeutsam-bis-kurios--268...
Das Buch liegt in vielen Museen in Frankfurt im Empfang aus, so daß sie auch dort die Passagen über das Museum für Weltkulturen lesen können. Ich habe das Buch z.B im Archäologischen Museum in der Karmelitergasse in der Empfangshalle ausliegen gesehen.
In dem Buch wird u.a. auch beschrieben, warum die Stadt einen Neubau auf dem Alternativstandort "Degussa Areal" nicht weiter verfolgen wollte.
Auch der folgende Eintrag aus Wikipedia ist informativ:
http://de.wikipedia.org/wiki/Museum_der_Weltkulturen
Wie man hier sehen kann, war das Museum für Weltkulturen viele Jahre an anderen Standorten in Frankfurt untergebracht und ist erst seit Anfang der 70er Jahre am Museumspark untergebracht (in Hoffmanns Buch steht ab 1969). Eigentlich sollte dies immer nur ein vorübergehender Standort für das Museum sein.
Der Standort am Museumspark hat also nicht ganz so viel "Tradition" wie die Befürworter des Ausbaus am Museumspark immer wieder gerne behaupten.
Als Fan von Frankfurts Museumsufer und als regelmäßige Museumsbesucherin macht es mich fassungslos, dass man tatsächlich diese kleine Oase mit ihren Rasenflächen und den großen alten Bäumen für ein Bauwerk opfern will. Seit 40 Jahren lebe ich Frankfurt und liebe die Stadt und die Vielfalt in Kultur und Gesellschaft, habe aber auch gesehen wie immer mehr der freien Flächen der Stadt zugebaut und zubetoniert wurde.
Es gibt großen Leerstand an Büroraum, trotzdem wird weitergebaut.
Frankfurt hat für seine Größe ein wirklich fantastisches Angebot an Museen ,Ausstellungen, Theatern usw. Das alles muss auch unterhalten werden und auf Dauer bezahlbar sein, das sollten sich die Politiker, die sich jetzt vielleicht gerne mit dem Erweiterungsbau ein Denkmal setzen wollen auch bedenken.
Auf keinen Fall darf der Park und die alten Bäume geopfert werden, es gibt genügend andere Möglichkeiten, wenn man schon unbedingt das Museum erweitern muss und sich nicht mit einer Sanierung zufrieden geben kann.
Wirklich Interessant, was hier so alles zu Tage tritt und welche Abgründe sich auftun, wenn man sich mal genauer damit beschäftigt.
Die BRD ist politisch anscheinend inzwischen auf dem besten Weg, sich in eine "Bananen Republik Deutschland" zu entwickeln.
Frankfurt steht im Fußball in der Bundesliga momentan zwar (leider) wesentlich schlechter da als Mainz 05 aber dafür haben wir in Frankfurt in der Stadtpolitik jetzt das ganze Jahr lang Karneval -
HELAU!
PS: mir ist bewusst, das dies kein sehr ernster Kommentar ist, aber das musste einfach mal raus. Ich bitte um Verständniss. Die Lage um den Park ist wirklich sehr ernst.
Mir gefallen die schönen großen Bäume, dieses eigentlich nicht so großen Parks auch ganz gut. Ich kann verstehen, wenn man daran hängt. Allerdings ist auch der Wunsch des Völkerkundemuseums nach mehr Räumlichkeit verständlich. Als regelmäßiger Besucher des Museumsuferfestes würde ich es begrüßen wenn dieser Standort erhalten werden würde. Diese Museumsmeile am Ufer kann sich nämlich sehen lassen und ist ein wahres Juwel für Frankfurt. Wie könnte also ein Kompromiss aussehen?
Ich schlage vor, den Ausbau vorzunehmen und aus dem restlichen Park einen japanischen Garten zu machen. Der würde doch ganz gut zum Museum passen, oder? Und er wäre ein richtiges Kleinod für die Sachsenhäuser und so meine ich, ein fast schon höherwertigeres Äquivalent zu den gefällten Bäumen.
An Ronny:
Danke für den Beitrag und die Idee.
Ob die Bäume nun erhaltenswert sind oder nicht und ob der Park danach schöner oder schlechter ist, darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein und sich sicher lange streiten.
Ich finde es geht ja auch nicht nur um die Bäume, sondern vor allem darum, daß die Stadt so viel Geld ausgibt - um vereinfacht gesagt etwas Neues and einem Ort unterirdisch zu bauen, welcher bereits jetzt schon schön, erhaltenswert und bei vielen Bürgern sehr beliebt ist.
Ist es nicht viel sinnvoller, wenn die Stadt an einem "nicht so schönen Ort" das Museum oberirdisch neu baut und diesen Ort dadurch stark aufwertet? Kann mit dem Geld dort nicht viel mehr "Gutes" erreicht werden?
Zum Beispiel ist eine Überlegung, das Museum auf dem Sudfass Gelände zu bauen und einen echten Schandfleck am Mainufer durch einen prunkvollen und repräsentativen Neubau zu ersetzten, der nicht nur im Inneren was zu bieten hat sondern auch nach Außen hin etwas hergibt und das Stadtbild aufwertet.
Als Besucher vom Museumsuferfest können sie dann das Museum auch ganz einfach zu Fuß erreichen.
Eine andere Alternative ist ggf. ein Neubau auf dem Unigelände in Bockenheim - z.B. da wo momentan das nicht gerade schöne Juridikum steht, direkt neben dem Senckenbergmuseum.
Dort würde das Museum das Stadtbild und den gesamten Stadtteil deutlich aufwerten. Sie können das Museum dann zwar nicht mehr so einfach während des Museumsuferfestes erreichen aber diesen Nachteil könnte man meiner Meinung nach schon in Kauf nehmen. Bei der jährlich stattfindenden "Nacht der Museen" gibt es z.B. Pendelbusse. Mit den Villen am Museumspark kann die Stadt noch etwas anderes, sinnvolles machen und diese weiter nutzen - auch wenn gerade Museumsuferfest ist.
Ich würde gerne wissen, wie die Freien Wähler zu dem Standort Museumspark stehen.
Bei der letzten Versammlung im Park war u.a. Herr Kai-Sören Kehrmann von den Freien Wählern im Ortsbeirat 5 anwesend und hat Handzettel verteilt, in denen davon die Rede war, daß die Freien Wähler den Stadort Bockenheim bevorzugen. Auf dem Handzettel steht u.a "Wir lehnen die Fällung wertvollen alten Baumbestandes aus ökologischen und ästhetischen Gründen ab."
Auch auf der Webpage der Freien Wähler lese ich ähnliches.
http://www.freiewaehler-frankfurt.de/obz-5-aktuelles
Nun sehe ich im PARLIS aber etwas ganz anderes.
________________________________________________________________
ORIGINALTEXT AUS PARLIS
W o r t p r o t o k o l l
über die
25. Plenarsitzung
der Stadtverordnetenversammlung
am Donnerstag, dem 19. Juni 2008
....
TOP 6
....
Stadtverordnete Dr. Katharina von Beckh, BFF (=Freie Wähler):
....
"Für uns ist nach wie vor der Platz hinter dem Museum der richtige Standort. Es ist ein Platz, an dem drei halbvertrocknete Bäume stehen, etwas niedriges Buschwerk.
...
Wir haben in der Nachbarschaft des derzeitigen Standortes gesehen, im Städel, dass dort ein wirklich spektakulärer Anbau errichtet wird, der 20 bis 30 Millionen Euro kosten soll. Dieser spektakuläre Anbau liegt unter der Erde. Das wäre ein Beispiel für das Museum Weltkulturen.
....
Wir von der BFF-Fraktion sind nach wie vor vorrangig für den Standort hinter den drei Villen.
.....
_______________________________________________________________
Frau Dr. von Beckh steht übrigends auf Platz 2 der Liste der Freien Wähler für die Stadtverordnetenwahl.
Können sich die Freien Wähler bitte noch vor der Kommunalwahl hier auf dieser Webpage einmal dazu äußern?
Wie es scheint ist die Politik der Stadtverordneten bei den Freien Wählern in diesem Punkt nicht mit der Politik des Ortsbeirats auf einer Linie.
Ich habe inzwischen mit Frau Dr. Beckh und Mitgliedern der Freien Wähler Kontakt aufgenommen und u.a. die folgende Antwort von Frau Dr. Beckh erhalten:
____________________________________________________________
Sehr geehrter H.O.,
wir haben in der Aktionsgruppe Süd meinen Standpunkt diskutiert. Denn ich glaube nach wie vor, dass es nicht richtig ist, das Museumsufer zu unterbrechen. Zum damaligen Zeitpunkt gab es kein Konzept, wie die 3 Villen weiter genutzt werden können. Es ist in der Tat so, dass hinter der westlichen Villa ein Parkplatz ist, auf dem auch andere Gegenstände abgestellt werden. Nach Westen zu schließt sich eine Fläche an, auf der es keinen besonderen Baumbestand gibt und die auch nicht gepflegt ist.
Eine behutsame Erweiterung am alten Standort wäre durchaus möglich, wenn der Raumbedarf des Museums nicht diesen Rahmen sprengen würde. Genau so ist es auf dem Römerberg geschehen bei der Planung des Neubaus des Historischen Museums. Wenn man die prominenten Standorte Museumsufer oder Römerberg für die Museen erhalten will, muss der Raumbedarf sich der Lage anpassen, denn umgekehrt kann es nicht funktionieren. Beim Entwurf des Erweiterungsbaus des Museums der Weltkulturen war ich überrascht, wie weit der Eingriff nach Osten in den Park geht.
Inzwischen ist ein "Kulturcampus" in Bockenheim geplant, so dass man prüfen könnte, ob eine Verlagerung des Museums der Weltkulturen dorthin möglich ist. Es könnten dort auch Synergieeffekte in Forschung und Ausstellungen mit dem Senkenberg genutzt werden. Es wäre allerdings schade, wenn das Museumsufer dadurch unterbrochen würde. Eine weitere museale Nutzung der drei Villen wäre unwahrscheinlich.
Für Sachsenhausen gilt es nun abzuwägen, ob das Museumsufer in seiner jetzigen Form erhalten bleibt und der Eingriff in den Park durch ein verringertes Raumprogramm des Museums der Weltkulturen gemildert wird, oder ob die "Perlenkette" ein Glied verliert, indem ein anderer Standort gesucht wird.
Ich hoffe, mit meinen Erläuterungen Ihr Verständnis geweckt zu haben.
Mit herzlichen Grüßen
Katharina von Beckh
Dazu habe ich das folgende sehr aufschlussreiche Protokoll der "Frage vom 11.12.2007, F 540" im Internet gefunden:
http://www.freie-waehler-im-roemer.de/uploads/tx_bffpdf/F_540_2007.pdf
Damals verteidigte Herr Semmelroth (CDU) noch eine Verlagerung des Museums für Weltkulturen auf das nördliche Museumsufer und hatte mit dieser Maßnahme anscheinend keine großen Probleme, denn für Ihn besteht das (bzw. die) Museumsufer natürlich zurecht aus dem südlichen Sachsenhäuser Mainufer wie auch dem nördlichen Frankfurter Mainufer und ist als eine Einheit zu begreifen.
Damals waren die Freien Wähler eher für einen Ausbau am Museumspark.
Nun im Jahr 2011 sind beide Parteien wieder nicht der gleichen Meinung - allerdings ist die CDU nun für den Standort Museumspark und die Freien Wähler (zumindest die aus Sachsenhausen) anscheinend ganz klar für einen anderen Standort.
Wirklich sehr Interessant ist hierbei vor allem die Argumentation von Herrn Semmelroth (CDU).
Damals hatte Herr Semmelroth (im Gegensatz zu heute) anscheinend keine Bedenken, die so genannte "Perlenkette" von Museen am südlichen Mainufer zu unterbrechen, solange das Museum weiter am Mainufer gebaut wird (was ja z.B. bei einer Realisierung auf dem Degussa oder Sudfass Gelände auf der Nordseite durchaus möglich gewesen ist und ggf. auch weiter möglich ist).
Bei einem Bau auf dem Sudfass Gelände ist die "Perlenkette" dann einfach nach Osten hin etwas länger als vorher und die "Perlen" sind nicht mehr so dicht beieinander. Genau so sehen es viele Bürger von Frankfurt ja auch.
Herr Semmelroth war damals auch sehr zuversichtlich, daß die Stadt eine alternative Nutzung der Villen im Museumspark realisieren könnte, wenn das Museum für Weltkulturen an einen anderen Ort umziehen würde.
Die folgenden Passagen habe ich auch aus dem PARLIS Informationssystem (siehe http://www.stvv.frankfurt.de/parlis2/parlis.php)
Wie man hier sehen kann, hatte die Stadt den Standort Museumspark im Jahr 2008 "eingehend geprüft" und ist damls zu dem Ergebnis gekommen, daß dieser für den Ausbau des Museums NICHT GEEIGNET ist.
Es ist schon sehr verwunderlich, daß die Stadt inzwischen zu einem ganz anderen Ergebnis gekommen ist. Ich möchte dies hier nicht weiter kommentieren aber es ist schon sehr merkwürdig...
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ORIGINALTEXT AUS DEM PARLIS INFOSYSTEM:
Stellungnahme des Magistrats vom 25.02.2008, ST 383
Betreff:
a) Standort des Museums der Weltkulturen
b) Museum der Weltkulturen Standort Sachsenhausen erhalten!
c) Ausbau des Museums der Weltkulturen im Museumspark
Der Magistrat hat nach entsprechenden Voruntersuchungen und eingehender Prüfung den Museumspark für den Ausbau des Museums der Weltkulturen für ungeeignet befunden.
Stattdessen hat sich der Magistrat mit dem Investor des ehemaligen Degussa-Geländes geeinigt, dort einen Neubau des Museums anzustreben.
An H.O. - vielen Dank für diesen Beitrag.
Sie sind sehr Rücksichtsvoll, wenn sie dies nicht weiter kommentieren wollen. Daher nun mein Kommentar dazu:
Die Stellungnahme des Magistrats vom 25.02.2008, ST 383 zeigt ganz klar, daß man den Befürwortern des Ausbaus des Museums am Museumspark nicht einfach glauben kann, wenn diese behaupten, die Stadt habe den ein oder anderen Standort "eingehend geprüft" und als "ungeeignet befunden".
Wenn die Stadt dies tatsächlich getan hätte, so könnte es ja schließlich nicht sein, daß das Museum nun doch im Museumspark ausgebaut werden soll, nachdem der Standort ja mal geprüft und als ungeeignet eingestuft wurde.
Die allgemeine Aussage, die Stadt habe systematisch alternative Standorte für den Museumsbau geprüft und für ungeeignet befunden, wurde bisher noch nicht durch Fakten hinterlegt und untermauert.
Daher steht die Argumentation von u.a. Herrn Semmelroth (CDU), aber auch von Herrn Cunitz (Grüne), daß die Diskussion und die Suche nach einem geeigneten Standort abgeschlossen ist, auf einem sehr wackeligen Fundament.
Die Stadt hat z.B. beim Standort Unicampus Bockenheim bis heute nur einige Pläne für die zukünftige mögliche Bebauung des Areals entwickelt. Das Grundstück gehört zurzeit noch dem Land Hessen. Daher kann die Stadt diesen Standort noch gar nicht genau geprüft haben. Ein Antrag des Ortsbeirats Westend zur Prüfung dieses Standortes wurde nicht angenommen sondern abgelehnt.

OB-Anträge
Initiativen
Wie von der Haushaltskommission um Uwe Becker nun vorgeschlagen wurde, soll der Ausbau des Museums also nun "verschoben" werden.
Dies ist eine durchaus gute Nachricht für den Park und alle Bürger, welche den Park nutzen und die Bürgerinitative unterstützen.
Ferner beabsichtigt die Stadt, bei den Personalkosten zu sparen:
http://www.fr-online.de/frankfurt/frankfurter-etat-rotstift-regiert-in-f...
Wie es in dem FR Artikel heisst "wolle die Stadt bestehende Doppelstrukturen bei den regionalen Gesellschaften abschaffen – etwa bei der Kultur."
Dis ist sicher eine sehr gute Idee.
Mich wundert dabei jedoch, daß die Koalition von CDU und Grünen erst vor wenigen Wochen die "Museumsufer GmbH" gegründet, mit Personal betückt und einem Budget von 250,000 EUR pro Jahr ausgestattet hat. Die GmbH wurde ja schlieslich in erster Line dafür gegründet, um für den Ausbau des MWK eine Planungs und Finanzierungsvorlage zu erstellen.
Mit der GmbH wurden genau solche Doppelstrukturen geschaffen, welche nun wieder abgschafft werden sollen. Dies ist wirklich sehr irritierend und für mich nicht mehr nachvollziehbar.
Was soll mit der GmbH geschehen? Werden die Geschäftsführer und der Aufsichtrat der GmbH weiter bezahlt, auch wenn die GmbH im Jahr 2012 eigentlich kine Aufgaben zu erfüllen hat?
Ferner frage ich mich, was mit den Planungsmitteln von ca 8 Mio EUR geschehen soll, welche im letzten Sommer für den Ausbau des MWK von CDU, Grünen und der SPD bewilligt wurden. Was auch immer davon übrig ist, sollte meines Erachtens ersatzlos gestrichen und somit auch eingespart werden.