Einhausung der Autobahn A661
Angedacht ist die Einhausung eines Abschnittes der Autobahn A661 zwischen Friedberger Landstr. und der Seckbacher Landstr. über eine Länge von 1,2 km. Die Autobahn wird quasi in einen Tunnel verlegt. Dazu wurde vom Büro Albert Speer & Partner im Auftrag des Stadtplanungsamtes eine Studie erstellt. Die komplette Studie (49 Seiten) kann man sich als PDF-File von den Seiten des Stadtplanungsamtes herunterladen (Link im Kommentar). Das Projekt beinhaltet die Vernetzung des Grüngürtels von Günthersburg bis Huthpark und das Ausweisen von Baugebieten im entlärmten Umfeld der Autobahn. Frau O.B. Roth und Herr Heuser(Fraktionsvorsitzender CDU FFM) waren in Berlin um Herrn Minister Ramsauer von einer Kostenbeteiligung des Bundes zum Projekt zu überzeugen. Die Finanzierung der Einhausung mit Baukosten von 134 Mio ist, trotz Vermarktung der Baugebiete, von der Stadt alleine nicht zu tragen. Bisher plant der Bund in diesem Abschnitt nur die Verbreiterung der Autobahn um eine 2. Richtungsfahrbahn, das jedoch völlig ohne Lärmschutz (da Planungsbesitzstand von 1980). In Anbetracht dieser unhaltbaren Situation ist die Stadt bereit, auf eigene Kosten, die Wohngebiete auf der Bornheimer Seite durch eine 1,6 km lange, 6 bis 10 m hohe, Wand vor dem Lärm zu schützen. Die einzig sinnvolle, wesentlich bessere und städtebaulich nachhaltige Lösung ist natürlich die Einhausung. Eine Rückmeldung des Ministers zu einer finanziellen Beteiligung wird bis Ende des Jahres erwartet. Wir, die Anwohner, kämpfen für die Einhausung. Die Parteien in FFM unterstützen das Projekt.
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Kommentare
Gestern hat der Ortsbeirat 4 unter TOP 17 fast einstimmig beschlossen, die Prüfung der Studie des Büros von AS&P zu unterstützen.
Ausdrücklich wurde gesagt, dass die Planung für den Abschnitt der A661 zwischen Friedberger Warte und Seckbacher Landstraße die Lärmschutzmaßnahmen im Osten weiterhin erforderlich macht. Diese Forderung muss von den Interessierten aber auch mit Nachdruck aufrechterhalten werden.
Der nächste Schritt sollte m.E. eine öffentliche Präsentation und Diskussion im Ortsbeirat 4 oder mit allen betroffenen Ortsbeiräten (Seckbach, ...) sein, denn hier geht es um das Lebensgefühl einer großen Zahl von Leut.
Wenn nun ohnehin irgendwann eine Menge Geld für die Einhausung ausgegeben wird - ich habe da eine Idee, die recht wenig zusätzlich kosten dürfte: Warum nicht noch einen Radweg dazu bauen? Die Kaiserlei-Brücke hat ja schon einen. Dann kämen auch Radfahrer in den Genuss einer kreuzungsfreien Strecke von der Friedberger Warte bis zum Kaiserlei-Kreisel.
Das mit dem Üben kenne ich aus eigener Erfahrung. ;-) Sollte nicht garstig klingen, ich war nur ein bissel enttäuscht, weil ich das Projekt wichtig finde. Also, Daumen hoch!
Das Problem mit dem Bild ist behoben. Das war ein technischer Fehler auf unserer Seite.
Schade, dass nicht wirklich erklärt wird, was eine "Einhausung" denn nun eigentlich ist. Bild hab ich keins gefunden. Link auch keinen. Jetzt muss man sich erst mal durchgoogeln. Wirklich schade. Eine Chance für spontane "Daumen hoch"-Klicks vertan.

OB-Anträge
Initiativen
Lärmschutz-Pflicht-Deckel auf der A 661
Von der FDP hört man so gar keine Statements zu der ehemals „spannenden Vision“, der Chance für eine städtebauliche Neuentwicklung. Der hessische Verkehrs- und Wirtschaftsminister Dieter Posch mag uns Frankfurterinnen und Frankfurter wohl noch nicht mal virtuell vor der Kommunalwahl finanziell unter die Arme greifen.
Dafür erwachen die Grünen umso munterer aus ihrer, das Deckelbauwerk abwiegelnden, Agonie. Man könnte dem Grünen-Chef Olaf Cunitz eigentlich nur beipflichten, wenn er Ramsauer zur Wiederherstellung und Entwicklung des Landschaftsbildes der zerschnittenen Ortsteile Bornheim und Seckbach im Trassenverlauf der 8-spurigen Ostumgehung A 66/ A 661 verpflichten will. Er will ihn aber nur nicht so schnell, also nur nicht vor der Kommunalwahl aus der Pflicht entlassen. Schlitzohrig ironisch will Cunitz den geneigten Wähler zudem glauben machen, der Minister könne Millionen sparen, wenn er auf die Alleenspange verzichtet. Der Verkehrs- und Wirtschaftsminister könne sich obendrein auch noch als Schuldenbremser par excellence profilieren. Die Schuldenbremse wird zeitgleich mit der Wahl gezogen. Passt doch!
Der Sprecher der OB, Matthias Arning, zaubert ein magisches Fünftel der nicht gedeckten Kosten für das Lärmschutzbauwerk aus dem Hut, das aus Berlin kommen müsse. Es bleibt völlig im Dunkeln, wodurch dieser, bisher noch nie ins Spiel gebrachte, überraschend genau bezifferte Finanzierungsanteil begründet ist. Den Gewinn aus dem Verkauf enteigneter Grundstücke rechnet Arning flugs noch ein wenig herunter. 100 Millionen erwirtschaftete Euro wären schon o.k. und die zweiten 100 Millionen Euro liegen ohnehin bis zur Wahl ungenutzt in der Stadtkasse herum. Nach der (Geld) Flut kommt aber die Ebbe. Das ist nun mal so.
Der Chef der CDU-Fraktion, Helmut Heuser, spricht gelassen aus, was ohnehin nur zur Finanzierung des „Ohne Dach ist Krach“-Bauwerks in Frage kommt: PPP (Public-Private-Partnership). Das Finanzierungsmodell PPP, laut attac auch Publicity Provided Profits genannt, rettete bisher noch jeden öffentlichen Haushalt vor Überschuldung, zumindest bis zur nächsten Wahl. Danach, vor allem für künftige Generationen, beginnt es allerdings ein wenig
eng zu werden.
Erklärungsbedarf ergibt sich für den Linken-Chef, Lothar Reiniger. Er begrüßt es als sinnvolle Investition, wenn die Stadt das Lärmschutzprojekt finanziell alleine stemmt. Damit entlässt er Ramsauer aus seiner Pflicht und muss damit rechnen, dass die Stadt Frankfurt das Deckelbauwerk, wenn überhaupt, vermutlich im Rahmen eines PPP-Verfahrens abwickeln wird, das intransparent ist, auf Geschäfts - Geheim(nis) - Verträgen basiert, kurzfristig zwar lukrativ erscheint, langfristig aber den öffentlichen Haushalt über Gebühr belastet.