Bis der erste Fahrrradfahrer auf der Eschersheimer Landstraße stirbt!
Jeden Morgen fahren tausende von Autos und hunderte von Fahrrädern über die Eschersheimer Landstraße, in der Hauptsache Richtung Innenstadt. Die Gefahr, welche durch die gemeinsame Nutzung der Fahrbahnen für die Radfahrer und die Behinderung des fließenden Auto- und LKW Verkehrs und der Stau, der dadurch entsteht wird meines Erachtens unterschätzt. Insbesondere durch die hohe Anzahl von Fahrrädern, welche zum Beispiel durch fehlende oder nicht der StVo entsprechenden Beleuchtung, ihr eigenes Leben riskieren, kann nicht der Verkehrspolitik einer Großstadt entsprechen.
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Kommentare
Würde es eher wie von ulik geschrieben umsetzten...
einen Fahrstreifen wegnehmen..Bürgersteige verbreitern und da Radweg dranhängen. vielleicht durch ne Parkbucht abgegrenzt von der Fahrbahn...Fahrrad da verbieten.. Bitter wer kontrolliert das?
Das Parken mancher da in 2 Reihe ist viel gefährlicher...dann das nichteinhalten der Geschwindigkeit..manche rasen mit mehr als 50 da lang...
Grundsätzlich umgedacht werden müsste doch die Straßennutzung an sich in Frankfurt.
Wenn Frankfurter Ein- bzw. Ausfallsstraßen wie die Escherheimer und Friedberger Landstraße nur die Infrastruktur sind, um die Zersiedelung des Umlandes zu begünstigen, läuft etwas falsch, denn hier ergeben sich nur negative Aspekte für alle (Senkung der Lebensqualität in der Stadt durch zu viele Autos, Verminderung der Effektivität des Straße für die Pendler durch Staus).
Ernsthaftes Umdenken müsste damit anfangen, die selbstverständliche Nutzung der städtischen Infrastruktur durch Pendler zu erschweren, m.a.W. finanziell schmerzhaft zu gestalten und konsequent den Fahrradverkehr zu fördern.
Wie London zeigt, läuft es eben NUR über eine City-Maut, öffentliche Fahrräder, demonstrative Fahrradwege u.ä., nur so können oft wirklich gefährliche Verkehrsbrennpunkte entschärft werden und die Lebensqualität in der Stadt gehoben werden. Ohne ein Umsteigen der Pendler aus dem Umland auf den ÖPNV wird keine Lösung funktionieren.
(Und, by the way, die individuellen Kosten (=Fahrpreise) sind hier KEIN Gegenargument. Jeder, der einigermaßen seine sieben Sinne beisammen hat, kann sich den ökonomischen Irrsinn eines - nehmen wir ruhig einen niedrigen Preis an - 5000 € teuren Gefährtes inkl. Betriebskosten + Sprit ausrechnen).
Leben und leben lassen, vernünftige Fahrradwege müssen her anstatt Verbote !
Abgesehen davon ist "ein Verbot von Fahrrädern in der Hauptverkehrszeit auf der Eschersheimer Landstraße" nicht wirklich ernst zu nehmen.
Beispiele wie Amsterdam, Kopenhagen oder Münster zeigen auch, dass Fahrradfahren sicherer ist, wenn sich die Autofahrer daran gewöhnt haben, dass Radfahrer die Strasse mitbenutzen.
Der effektivste Weg Radfahren sicherer zu machen, ist also nicht unbedingt mehr Fahrradwege zu schaffen, sondern mehr Radfahrer! (Die steigen natürlich eher auf's Fahrrad, wenn die Infrastruktur stimmt). Zum Glück haben das viele Lokalpolitiker schon längst erkannt. Schliesslich kümmert sich in Frankfurt das städtische Fahrradbüro um die Belange der Radfahrer. Von einem Autobüro ist mir nichts bekannt.
Eine realistische Sofortmaßnahme an dieser Stelle wäre natürliche eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h.
Auf der Eschersheimer läuft nichts falsch, das ist so gewachsen mit der Zeit. Lösung: Fahrradwege schaffen. Ansonsten müssen Autofahrer halt mal runter vom Gas und das sage ich als Autofahrer und nicht als Fahrradfahrer.
Fahrradfahren auf Eschersheimer ist nicht gefährlich. Jedenfalls nicht gefährlicher als im Rest der Stadt.
Ich fahre regelmäßig mit dem Fahrrad in Frankfurt und ich kenne viele gefährliche Stellen. So ist bei einem Radweg auf dem Bürgersteig jede Einmündung einer Straße gefährlich, weil man leicht übersehen wird.
Auf der Eschersheimer hingegen kann man zugig im Verkehr mitschwimmen und wir nicht übersehen. Das ist nicht jedermanns Sache, das geben ich zu. Das liegt aber daran dass die Autofahrer mit viel wenig Abstand überholen. (Mein TIP: In der Mitte der Fahrbahn fahren)
Autofahrer wollen die Eschersheimer mit 60+x fahren. Da stören Radfahrer natürlich.
Die Lösung heißt daher Tempo 30 sowie Geschwindigkeits- und Überholabstands-Kontollen.
Das Auto ist im Nahverkehr das Verkehrsmittel der Vergangenheit.
Es verursacht mehr Kosten, als die Autofahrer aufbringen. D.h. also, dass die Fahrradfahrer die Autofahrer durch ihre Lohnsteuern mitfinanzieren.
Als Beispiel seien hier die Kosten an Bauwerken durch Schadstoffe, die erhöhten Gesundheitskosten durch das Einatmen der Auspuffgase, die hohen Strassenbaukosten, die ohne die Abnutzung der Strassen durch Autos geringer wären, etc. genannt.
Wenn jeder Autofahrer die Kosten die er verursacht selbst zahlen müsste, könnten sich viele kein Auto mehr leisten.
Dgroove - 25.01.2011
wie man von seinem Wohnort in Ruppertshain im Taunus beispielsweise zu einem Arbeitsplatz der zukünftigen Europäischen Zentralbank kommen soll? Tip: auf die Seite des RMV schauen und Verbindung geben lassen. Alternativ: mit dem Auto zur nächten Bahnstation in Kelkheim und dann zum Hbf.
Die Kommentare hier sind schon interessant und lassen tief blicken. Ich fahre beruflich im Jahr ca. 75.000 Kilometer mit dem Auto innerhalb von Deutschland. Zeit ist Geld, aber vielleicht beginnen diese Gedanken erst bei einem 6 stelligen Einkommen? Sie glauben doch nicht im ernst, dass irgend ein Geschäftsführer oder Vorstand eines größeren Unternehmens, Bank oder Versicherung aus dem Taunus mit der Bahn kommt, lach ... never. Frau OB Roth wohnt in Nieder-Erlenbach. Bestimmt fährt sie jeden Tag mit dem Rad in die Stadt
Lieber Vorstand,
wenn nur die Geschäftsführer und Vorstände mit dem EIGENEN Auto in die City fahren würden, hätten wir in Frankfurt keine Probleme.
Und ansonsten gibt es zum Glück genug Bankangestellte, die heute schon mit dem ÖPNV zur Taunusanlage fahren. Oder sogar mit dem Rad, wenn sie in den citynahen Stadtteilen wohnen. Es geht doch nicht um eine Verteufelung des PKW, aber wenn jede/r überlegt, ob und wann er/sie das Auto benutzt und ob es eine Alternative gibt, dann hätten alle Verkehrsteilnehmer mehr Platz und es gäbe weniger Staus.
Autos machen krank, Fahrräder gesund!
Meiner Meinung nach hat ein Auto gar nichts in der Innenstadt zu suchen.
Ich stimme klyonrad zu - wie soll das funktionieren, "ausschließliche Nutzung von zu benennenden Nebenstraßen"? Bitte mal vorher nachdenken: Dürfen die Anwohner dieser Straßen dann nicht mehr ihr Auto benutzen zu bestimmten Zeiten?
Generell scheint hier das alte Muster "einige halten sich nicht an Verkehrsregeln, also allen verbieten" wieder zu zeigen, dass es auch schon bei der Diskussion über die Zeil gab. Wollen wir vielleicht auch Autofahren verbieten, weil manche Autos nicht mit vorschriftsgerechter Beleuchtung rumfahren?
Im Gegenteil: Was wir brauchen, ist eine sinnvolle Gestaltung der Eschersheimer *mit* Fahrradwegen (und trotzdem leistungsfähiger und schneller Bahn) auch nördlich des Alleenrings, und Kontrollen, um die im wahrsten Sinne des Wortes schwarzen Schafe unter den Radfahrern zurechtzuweisen.
Lasst uns doch an einer lebenswerten Stadt mitwirken. Bisher hat jeder Stadteil und jede Stadt dieser Welt enorm davon profitiert, wenn Sie Autos weitestgehend eingeschränkt hat. Ich bin selbst sowohl mit Fahrrad als auch (im Winter) mit Auto unterwegs in Frankfurt.
Ich erinnere mich noch an das Gezeter der Läden auf der Zeil als diese Autofrei werden sollte. Und was ist passiert? Das Gegenteil! Die Menschen schätzen die entspanntere Atmotsphäre, das urbane flanieren. Das macht einen wesentlichen Teil der Stadtkultur und auch des Wertes einer Stadt aus. Und der Umsatz hat sich seitdem auf der Zeil verzigfacht.
Ja, wer ins MTZ und ins NWZ und nach Eschborn fahren möchte, kann dies ja tun. Es ist das Gegenteil von urbanem Leben, jeder wie er's möchte. Letztendlich profitieren diese Orte von der Attraktivität einer Stadt die wiederum von ihrer Lebensqualität bestimmt wird.
Die Geschäfte in Frankfurt verzeichnen in den vergangenen Jahren Wachstum, die Peripherie schwächelt hingegen. Viele haben die urbane Einkaufsqualität wiederentdeckt.
Lange Rede: Bei einer Reduzierung der Eschersheimer auf einen Fahrstreifen wäre ich in jedem Fall dabei. Wo geht's zur Demo?
Schöne Grüße
Oliver V.
PS: Wetten dass Vorstand und Geschäftsführung viel Geld dafür zahlen und viel Zeit dafür investieren, dass sie in Kronberg auf ein Trim-Dich-Rad im Fitnessstudio steigen dürfen? ;)
Die Eschersheimer Landstraße ist ein gutes Beispiel, was falsch läuft in der Verkehrspolitik in diesem Land oder in dieser Stadt. Die Argumentation von DGroove ist scheinheilig - die Gefährdung von FahrradfahrerInnen wird angeprangert; in Wirklichkeit will er/sie aber freie Fahrt für Autos.
Parkplätze weg und einen Autostreifen für Fahrradweg und größeren Gehweg benutzen!
(ganz radikal: die Straße für Autos ganz sperren und Park & Ride Möglichkeiten schaffen)
Hallo!
Ich bin Redakteurin der Zeitung Rhein-Main EXTRA TIPP und würde gerne aus aktuellem Anlass einen Artikel zum Thema schreiben. Vielleicht könnten Sie (Dgroove) sich mit mir unter mareike.palmy@extratipp.com in Verbindung setzen. Über eine schnelle Antwort würde ich mich sehr freuen.
mfg

OB-Anträge
Initiativen
Die Eschersheimer für Radfahrer sperren ist unfug. Eine Fahrspur wegnehmen für ordentliche, breite Gehwege, großzügige Aufstellflächen vor Allem an den Fußgängerüberwegen in Schulnähe und einen durchgängigen Radstreifen von der Maybachbrücke zum Alleenring - das ist der richtige Weg zu einer modernen Verkehrspolitik mit gleichberechtigten Verkehrsteilnehmern.