Römer

Umgestaltung vom Schweizer Platz - ja oder nein?

Akualisiert 18.08.2014 22

Die CDU in Sachsenhausen setzt sich für eine Umgestaltung des Schweizer Platzes ein.

Ein Entwurf vom Architekturbüro Landes & Partner liegt bereits vor und kann auf der folgenden Webseite angesehen werden:

http://www.landes-partner.de/14-0-Aktuelles.html

oder alternativ auf der folgenden Webseite der Frankfurter Neuen Presse:

http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/frankfurt/mehr-eine-ruine-als-ein-echter-platz_rmn01.c.8997546.de.html

Sicherlich gibt es am Schweizer Platz das ein oder andere Potential für eine Verbesserung - aber ist der vom Architekturbüro Landes & Partner ausgearbeitete Entwurf wirklich eine sinnvolle Idee für die Verbesserung dieses sehr beliebten und belebten Platzes?

Mich persönlich stört an dem Entwurf vor allem die darin geplanten signifikanten Veränderungen - insbesondere die Tatsache, daß die bestehende Begrünung im Zentrum des Platzes mit Blumen und Bäumen entfernt werden soll.

Mir gefällt der Platz eigentlich so wie er momentan ist sehr gut und ich würde es sehr bedauern, wenn auf dem Platz nach dem radikalen "Face Lift" weniger Bäume und Begrünung vorhanden sind.

Daher würde ich mich sehr freuen, wenn sich andere Bürger aus Frankfurt und insbedondere von Sachsenhausen hierzu äußern würden.

Gibt es Befürworter und/oder Kritiker des Entwurfs? Soll der Platz so bleiben wie er ist? Soll etwas verändert werden? Wenn ja welche Veränderungen würden sich die Bürger von Frankfurt wünschen?

 

Was willst du erreichen?

Ich erhoffe mir eine anregende Diskussion mit Ideen und Vorschlägen. Mich interessiert vor allem, ob es auch andere Bürger gibt, welche die Pläne des Architekturbüros so kritisch sehen wie ich.

Was hast du bereits getan?

Ich habe mich bisher vor allem über die Pläne Informiert und die Diskussion über den Schweiter Platz in den Zeitungen verfolgt.

22 Kommentare

R_A_

Ich stimme ihnen mehr oder weniger zu. Der Platz ist im aktuellen Zustand meiner Meinung nach schon sehr schön. Sicher gibt es hier und da etwas Verbesserungsbedarf aber der von der CDU ins Spiel gebrachte Architektenentwurf schießt weit über das Ziel hinaus und ist keine wirkliche ernsthafte Alternative - in meinen Augen sogar eine Verschlechterung und keine Verbesserung.

Was meiner Meinung nach den Schweizer Platz optisch aufwerten könnte ist eine Verbesserung der Bürgersteige. Statt den ordinären Gehwegsteinen könnte man ja eventuell schönere, breitere Platten verlegen und auch die Bordsteine durch etwas Hochwertigeres aufwerten.

Generell sollte auf der ganzen Schweizer Straße die alten Kopfsteinpflaster zwischen und um die Straßenbahngleise entfernen und durch normalen Asphalt ersetzt werden.

Die Bäume und die Begrünung am Schweizer Platz sollten aber auf keinen Fall aufgegeben werden. Statt Blumen könnte man eventuell etwas anderes pflanzen.

Um den Schweizer Platz in einen "richtigen" Platz umzuwandeln müsste die Straßenbahn verlegt werden, so daß die Mitte des Platzes besser genutzt werden kann. Davon würde auch die ganze Schweizer Straße profitieren können, den mit dem dadurch gewonnen Platz könnte man die Bürgersteige vergrößern und besser flanieren oder sogar Fahrradwege anlegen.

Doch all dies ist sicher kaum zu realisieren, da die Straßenbahn ja ein sehr wichtiges Verkehrsmittel ist und auch von vielen Bürgern in Sachsenhausen genutzt wird. Darauf kann man also glaube ich nicht wirklich verzichten, es sei denn man ergreift folgende Maßnahmen:

a) Die aus Offenbach kommenden Straßenbahnen wie Linie 15 und 16 biegen nach dem Südbahnhof so wie die Linie 14 auf der Schweizer Straße links ab und fahren dann wieder auf die Mörfelder Landstraße und dann über die Stesemannalle (wenn das neue Teilstück gebaut wurde) weiter Richtung HBF (Linie 16) und Niederrad (Linie 15).

b) Die aus Niederrad kommende Straßenbahnen Linie 19 fährt nur noch bis zum Otto Hahn Platz wo die Linie dann endet.

So könnte man die Straßenbahnen aus der Schweizer Straße entfernen. Ob dies Sinnvoll und gewünscht ist darüber sollte man sich mal Gedanken machen.

Wenn die Straßenbahn weg ist, macht es Sinn, über größere Veränderungen des Schweizer Platzes nachzudenken. Voher sicher nicht.

Kann es vielleicht sein, daß die CDU insgeheim genau dieses neue Konzept der Linienführung der Straßenbahnen in Sachsenhausen plant?

Es ist sicher kein Zufall, daß der Architektenentwurf für den Schweizer Platz von der CDU ins Spiel gebracht wurde.....

Pöppel

Hallo, ich arbeite für die Zeitung Rhein-Main EXTRA TIPP und würde über die Ideen der CDU gerne schreiben und vor allem Ihren Standpunkt beleuchten. Die Gestaltung betrifft schließlich viele Frankfurter und sicherlich sind noch andere ihrer Meinung. Bitte kontaktieren Sie mich doch unter angelika.poeppel@extratipp.com.

Vielen Dank.

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Die CDU Politiker die diese Betonwüste für den Schweizer Platz befürworte können ja wohl nicht in Sachsenhausen wohnen, ansonsten würden Sie nicht zu stimmen, das Bäume und Natur zerstört werden.

Haben wir in Frankfurt nicht genug Beton? Ich denke es ist wichtiger
das wir die Grünflächen und Bäume erhalten.

Deluxe

Ich möchte mich an dieser Stelle für die bis jetzt erschienen Kommentare bedanken.

Ich finde auch, daß die Vorgehensweise der CDU in Sachsenhausen nicht gerade vorbildlich ist und zeigt, wie wenig Bürgernah die Partei in Frankfurt zum Teil ist. Andere Parteien haben sich da sicher etwas geschickter verhalten.

Ich finde, daß eine radikale Umgestaltung des Schweizer Platzes nur dann wirklich Sinn machen würde, wenn die Straßenbahn nicht mehr dürch den inneren Kreisel fahren würde.

Wenn dies so ist, dann könnte man sich wirklich Gedanken darüber machen, den inneren Kreisel anders zu gestalten, z.B. mit einem schönen Brunnen wie an anderen schönen Plätzen von Frankfurt.

Solange die Straßenbahn aber über den Schweizer Platz fährt und den innern Kreis in zwei Stücke zerteilt, finde ich es wirklich nicht Sinnvoll, wenn die Bäume und Plfanzen entfernt werden und gegen Stein ausgetauscht werden - das ist meiner Meinung nach kontraproduktiv, stellt keine Verschönerung dar und bringt eher Nachteile als Vorteile.

Ob die Straßenbahn nun weiter über den Schweizer Platz und durch die Schweizer Straße fahren soll, ist aber eine ganz andere Frage und ich kann es sehr gut verstehen, wenn es dafür Befürworter und Gegner gibt. Genau das sollte aber erstmal ausgiebig diskutiert werden, bevor der Schweizer Platz radikal verändert wird.

Wenn wir die Straßenbahn so lassen wollen wie sie ist, dann sollte die Begrünung am Schweizer Platz und vor allem im inneren Kreis nicht reduziert werden. Ich finde vor allem die Bäume sehr schön und würde es sehr bedauern, wenn diese entfernt werden würden.

Ich würde mir sehr wünschen, wenn wir in diesem Forum nicht nur über die Politiker schimpfen sondern vor allem konkret sagen, was uns an dem Schweizer Platz gefällt und was uns eventuell nicht gefällt und wo es ggf. Verbesserungsbedarf gibt.

Wenn wir konstruktiv arbeiten und sich ein Konsens abzeichnet, können wir den Politikern zeigen, daß es sich sehr lohnt, sich bei solchen Projekten und Maßnahmen immer als erstes an die Bürger und Bürgerinnen von Frankfurt zu wenden und nicht über unsere Köpfe hinweg Entscheidungen zu treffen, welche am Ende nicht dem Entsprechen, was wir Bürger und Bürgerinnen von Frankfurt wollen.

Ich hoffe, daß dieses Forum und meine Initative dazu beitragen können, den Dialog zwischen Bürgern und Politikern zu verbessern.

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Die CDU schießt sich mit ihrer Einstellung zur Umgestaltung des Schweizer Platz selbst ab. Der Bürgerzorn und Widerstand wird sehr groß sein, sollte es einmal zur Umgestaltung kommen. Sicherlich kann man über kleinere Verfeinerungen nachdenken, aber der Platz muß so wie er ist erhalten bleiben. Was sagen eigentlich die Anwohner zur Idee der Architekten, die Vorgärten wegzunehmen. Vielleicht beinhaltet ja auch diese Planung, es einigen Besuchern des Schweizer Straßenfestes leichter zu machen, sich dann in den besser erreichbaren Hauseingängen zu erleichtern.

Die Straßenbahn dort herauszunehmen und die Strecke der 15 und 16 wie der Vorredner vorschlägt, ab Südbahnhof über Mörfelder Landstraße und Stresemannallee zu legen ist schon ziemlich vermessen und außerdem völlig absurd. Alleine Schüler von zwei Gymnasien und weiteren Schulen, die aus Oberrad, Niederrad, Sachsenhausen und Schwanheim anreisen, würden dann nicht mehr direkt ihre Schulen erreichen. Die schnelle oberirdische Verbindung Sachsenhausen-Hauptbahnhof (10 Minuten) wäre zerstört.
Das alles nur, weil irgendwelche Fantasten eines Architekturbüros abwegige Ideen zur Gestaltung "unseres" Schweizer Platz haben. Sie sollten sich auf wesentliches und machbares in dieser Stadt konzentrieren und die CDU sollte ihren Laden dicht machen. Wesentlkich interessanter wäre es wenn sich die Möchte-Gern-Politiker endlich darauf konzentrieren würden, dass die Spvgg 05 Oberrad endlich ihren dringend benötigten dritten Platz erhält. Da wäre das Geld für Kinder und Jugendliche die sich an Trainigstagen mit fünf Mannschaften einen Hartplatz teilen müssen, besser angelegt.

Deluxe

Vielen Dank für den Kommentar.

Das die Begrünung im inneren Kreisel noch verbessert und verschönert werden kann ist sicher richtig.

Solange die Straßenbahn und der Staßenverkehr (Autos usw.) durch den Schweizer Platz fahren, finde ich es aber nicht wirklich sinnvoll, wenn man die Begrünung im inneren Kreis entfernt und durch Asphalt oder anderen Steinbelag austauscht. Der dann gewonnene Platz auf den zwei inneren Halbkreisen lässt sich ja nicht wirklich sinnvoll nutzen. Da sind mir Blumen und Bäume schon lieber und für das Klima sind die Bäume auch nützlich.

Sollte der Autoverkehr vom Schweizer Platz verschwinden, ist dies sicher ein Zugewinn für den Platz und würde es - wie sie schreiben - sicher den Anwohnern und Passanten erlauben, diesen besser zu nutzen.

Ich Frage mich allerdings schon, wie man den Verkehr umleiten könnte um den Schweizer Platz in eine autofreie Zone zu verwandeln. Haben sie sich darüber einmal genauere Gedanken gemacht?

Wo könnte den der ganze Autoverkehr hin? Würde dies nicht dazu führen, daß viel mehr Verkehr in die Seitenstraßen ausweichen würde und über Schleichwege Sachsenhausen durchqueren würde.

Zum einen ist die Schweizer Straße ja eine viel befahrene Nord-Süd Achse mit einigem Durchgangsverkehr. Wenn der dort nicht mehr durchkommt wo soll er dann entlang fahren?

Darüber hinaus gibt es noch anderen Verkehr von den Anwohnern und Besuchern von Sachsenhausen, welche über den Schweizer Platz nach Sachsenhausen rein und wieder raus fahren.

Die Straßenbahn könnte man umlegen so wie es der Nutzer R.A. beschrieben hat - dies hat Vor- und Nachteile.

Ob dies mit dem Autoverkehr überhaupt möglich ist, würde mich sehr interessieren.

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Hallo, ich wohne am Schweizer Platz und finde, dass dieser Platz so, wie er ist, nicht bleiben kann.

Regelmäßig kommt es zu Beinaheunfällen zwischen der Straßenbahn und PKWs, Autofahrer setzen sich (zwangsläufig) permanent über die sinnfreie Verkehrsführung hinweg.

Der Schweizer Platz ist einfach gefährlich für alle Verkehrsteilnehmer und ob er schön ist? Das ist ja bekanntlich Geschmackssache. Ich bin auch ein Freund des Natur und der Pflanzen, aber die zwei Halbkreise aus Blumenarrangements, von Straßenbahngleisen durchpflügt und vom Flaneur durch eine zweispurige Straße getrennt haben für mich wenig Reiz. Eine Umgestaltung muss dringend sein, vor allem eine Verkehrsberuhigung.

Dass das "Aussperrren" von Kraftfahrzeugen keinen Verkehrskollaps zur Folge hat sieht man eindrucksvoll an der Verkehrberuhigung an der Hauptwache. Von der FDP wurde vor den Umbaumaßnahmen Panik vor einem absoluten Verkehrkollaps mit Überlastung der Nebenstraßen geschürt. Und was ist passiert? Nichts! Die Hauptwache ist sicherer und ruhiger, wenn auch nicht unbedingt schöner.

Mein Vorschlag: Den Schweizer Platz umstrukturieren, die Straßenbahn aus Praktikabilitäts- und Kostengründen so belassen, wie sie ist, Autos umleiten, einen Platz konstruieren der vom Fußgänger auch genutzt werden kann, in dem er nicht nur an den Rand gedrängt wird und gerne auch mehr grün, was nicht zwangsläufig im Widerspruch zu dem o. g. ENTWURF des Architekturbüros steht.

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Bloßden Platz nicht zu betonieren. Lasst doch die Rosen blühen.

H_O_

In den folgenden Artikel können sie sich über die Sichtweise von der Sachsenhäuser Stadtverordneten und Ortsbeirätin Ursula auf der Heide von den Grünen zu diesem Thema informieren:

http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/frankfurt/schweizer-strasse-soll-so-bleiben-wie-sie-ist_rmn01.c.9174848.de.html

Die Grünen wollen also anscheined im Gegensatz zur CDU keine großen Veränderungen am Schweizer Platz. Wirklich geplant ist auch nichts.

Mich wundert es nicht, wenn sich die Grünen darüber beklagen, das ausgerechnet die SPD die Diskussion über den Schweizer Platz weiter führen möchte und thematisiert.

Der Vorteil für die SPD ist klar: wenn sich CDU + Grüne nicht einig sind, dann kann eine andauernde Diskussion über den Platz und die damit geschürte Unsicherheit in der Bevölkerung der SPD nutzen.

H_O_

Hier ist eine nicht mehr ganz aktuelle Pressemitteilung von der SPD in Sachsenhausen zu dem Thema:

http://spdnet.sozi.info/hessen/ff-main/sachsenhsn/dl/PM25.06.11.pdf

An der Umfrage am Schweizer Platz (welche ich für eine sehr gute Idee halte) hatten viele Leute teilgenommen. Ich war damals selber anwesend und konnte sehen das viele Fragebögen ausgefüllte wurden.

Frage and die SPD Sachsenhausen: wie ist das Ergebniss dieser Umfrage ausgefallen? Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn sich die SPD Sachsenhausen hier dazu äußern könnte.

R_A_

Das Thema Schweizer Platz scheint inzwischen in der politischen Diskussion kaum noch eine Rolle zu spielen. Es ist sicher gut, daß der radikale Plan der Architekten nicht mal mehr weiter diskutiert wird und somit wohl hoffentlich vom Tisch ist.

Dennoch gibt es am Schweizer Platz meiner Meinung nach schon Potential für eine Verschönerung und Verbesserung der Begrünung.

Auch der viele Verkehr ist nach wie vor ein Problem und hat eher zugenommen, seitdem Kraftfahrzeuge den Platz ganz umrunden können. Zur Erinnerung: früher war es nicht möglich den Platz zum umfahren und man konnte so zB am Platz nicht links abbiegen wenn man auf der Schweizer Straße von Norden oder Süden kommt.

Da der Platz nun aber umrudet werden kann hat sich der Schleichverkehr am Platz und in den umliegenden Straßen deutlich erhöht.

Immer mehr PKWs welche vom der Kennedyallee den Otto-Hahn-Platz erreichen, versuchen den Stau auf der Gartenstraße in östlicher Richtung zu umfahren, indem sie über die Schneckenhofstraße, den Schweizer Platz und die Gutzkowstraße Sachsenhausen durchfahren. Das Tempo der PKWs ist dabei leider zum Teil auch besorgnisserregend hoch.

Um dies zu vermeiden wäre es meines Erachtens besser, man würde die Verkehrsführung am Schweizer Platz wieder so umstellen, daß PKW und Co den Platz nicht mehr umfahren können. Anwohner können auch auf anderen Wegen ihr Ziel erreichen. Die Schleichfahrer würden so eher auf die Hauptdurchfahrtsstrassen bleiben.

Deluxe

Hallo R.A.

vielen Dank für den Artikel. Ich habe in der FNP noch einen weiteren aktuellen Artikel darüber gefunden:

http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/frankfurt/der-schweizer-platz-soll-gruen-bleiben_rmn01.c.10388482.de.html

Den Antrag von der FDP Fraktion begrüße ich sehr. Ich hoffe, daß doch noch eine bessere Lösung gefunden werden kann.

Es ist doch sehr verwunderlich, daß mit der Fällung von drei Bäumen einfach Tatsachen geschaffen werden sollen ohne beteiligte und betroffene Bürger, Anwohner und Geschäftsleute auf der Schweizer Straße vorab einzubinden. Das noch nicht einmal der Ortsbeirat von Sachsenhausen informiert wurde ist schlichtweg skandalös.

Gibt es denn im Magistrat gar keine Sensibilität für die Bedürfnisse der Bürger nach einer Stadt mit intakten Grünflächen und Bäumen an öffentlichen Plätzen? Warum wurde Umweltdezernentin Rosemarie Heilig nicht eingebunden? Versucht man etwa ganz bewusst eine öffentliche Diskussion zu vermeiden?

Das es angeblich keine Möglichkeit geben soll, die Fällung der Bäume zu vermeiden oder zumindestens adequaten Ersatz direkt am Schweizer Platz zu schaffen kann ich nicht glauben.

Die vom Verkehrsdezernenten geplante Neupflanzung von Bäumen am alten Friedhof ist kein angemessener Ausgleich für den Verlust der Plantanen am Schweizer Platz.

R_A_

Anbei ein aktueller Artikel über den Schweizer Platz.

http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/frankfurt/diese-b-ume-muessen-fallen_rmn01.c.10378685.de.html

Es ist sehr bedauerlich, daß für den neun Aufzug die Bäume gefällt werden müssen. Eine Neupflanzung sollte m.E. am Schweizer Platz erfolgen. Ich kann einfach nicht glauben das dies nicht möglich ist. In der Mitte des Schweizer Platzes gibt es auf jeden Fall noch genug Raum für eine qualitativ und quantitativ hochwertigere Begrünung.

Speaker

Ich muß gestehen daß ich die Einzelheiten nicht kenne was aber auch darauf zurückzuführen ist, dass die zur Verfügung stehenden Informationen sehr spärlich sind.

Was ich nicht verstehe ist, warum der Aufzug unbedingt an der Stelle gebaut werden soll, wo über der Straße die Platanen sind.

Nicht nur diese würden verloren gehen sondern auch die beiden Sitzbänke zwischen den Platanen. Genau dort hat man aber im Sommer den besten Platz und kann die Sonne bis spät in den Abend geniessen - es ist einer der schönsten Flecke am Schweizer Platz. Hier sitzen auch sehr oft ältere Mitmenschen und Mütter mit Kindern.

Kann man den Aufzug nicht am anderen nördlichen Ende, also bei dem nördlichen Ausgang bauen? Der Aufzug würde dann auf der Schweizer Strasse in etwa auf der Höhe des Ladens der Deutschen Telekom gegenüber vom Woolworth sein. Das wäre sehr nah an der Straßenbahnhaltestelle, also für Behinderte und Leute mit Kinderwagen optimal. Notfalls könnte man ja zwei oder drei Parkplätze opfern wenn der Platz auf dem Gehweg zu schmal ist.

Oder man führt den Aufzug am südlichen Ausgang nahe der Abluftschächte am Anfang der Deisterwegstraße entlang. Dort gibt es zB. vor dem Cafe Fellini zwei Behindertenparkplätze wo noch ausreichend Platz für einen Aufzug ist - die Behindertenparkplätze könnten ja dann etwas weiter unten auf der Deisterwegstraße neu angelegt werden.

Eine dritte Möglichkeit ist evt der freie Platz neben der Apotheke am nordöstlichen Ende (also bei der Oppenheimer Landstraße). Dort ist noch genug Platz für einen Fahrstuhl - mann müsste allerding unter der Erde den Zugang erst noch schaffen.

Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, daß der Aufzug nur an einem Platz direkt unter den Platanen gebaut werden kann. Mit etwas mehr Aufand gibt es sicher auch andere geeignete Stellen.

Wo ein Wille ist wird es sicher auch einen anderen gangbaren Weg geben um die Bäume und damit die Optik und Aufenthaltsqualität am Schweizer Platz erhalten zu können. Auch wenn dies etwas mehr kosten würde hätte ich persönlich nichts dagegen. Der Platz sollte unter dem Neubau des Fahrstuhls nicht so sehr leiden wie es nun geplant ist.

H_O_

Ich habe noch eine andere Idee wo der neue Aufzug gebaut werden könnte.

Wichtig zu Wissen ist, daß es zunächst einen Aufzug von dem Bahnsteig (C-Ebene) hinauf zur B-Ebene geben wird. Von dort müssen die Nutzer dann in einen anderen Aufzug umsteigen, der von der B-Ebene hinauf zur Schweizer Straße bzw dem Schweizer Platz fährt.

Dieser Aufzug von B-Ebene zur Straße könnte z.B. auch dort gebaut werden, wo monentan bereits ein Aufgang mit Treppen und Rolltreppe vorhanden ist.

Davon gibt es an der U-Bahn Station Schweizer PLatz monetan drei Stück. Der erste Ausgang (Nr 1) ist am nördlichen Ende der Station auf der Schweizer Straße an der Ecke zur Gartenstraße.

Am Schweizer Platz sind die beiden anderen Ausgänge. Ausgang Nr 2 kommt zwischen Oppenheimer Landstraße und Schweizer Straße an die Oberfläche und Ausgang Nr 3 zwischen Deisterwegstraße und Schweizer Straße.

Anstatt also die Bäume zwischen Oppenheimer Landstr. und Gutzkowstraße zu fällen und einen teuren neuen Ausgang für den Aufzug zu schaffen könnte man doch zB einfach den Aufzug am jetzigen Ausgang Nr 2 bauen. Wenn dafür die Rolltreppe und die normale Treppe aufgegeben werden müssten so wäre dies kein Problem, da es ja noch Ausgang Nr 1 und Ausgang Nr 3 gibt, welche nur wenige Meter entfernt sind.

Für diese Lösung müssten keine Bäume gefällt werden und die Bauarbeiten sollten auch einfacher sein weil man keine vorhanenen Abwasserkanäle verlegen muß. Der Platz könnte so seinen Charakter behalten und niemand würde darunter leien, daß es nun eine Rolltreppe weniger gibt aber dafür einen neuen Aufzug.

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Mich mit meinem kleinen Sohn unter den Platanen im Sommer hin zu setzen wuerde ich sehr vermissen...

Deluxe

An H.O.:

ihre Idee finde ich sehr gut. In der FR wurde gerade ein Artikel über eine sehr ähnliche Alternative veröffentlicht, welche von dem ehemaligen Stadtplaner Oskar Voigt entwickelt wurde:

http://www.fr-online.de/frankfurt/baumfaellung-sachsenhausen-ein-schraegaufzug-waere-eine-alternative,1472798,21405652.html

Es müsste also sogar nur eine der Rolltreppen an einem Ausgang entfallen. Die normale Treppe könnte neben dem neuen Aufzug erhalten bleiben.

Diesen Vorschlag finde ich persönlich am Besten, denn so kann der Platz und die Bäume erhalten werden und trotzdem ein Fahrstuhl gebaut werden. Damit könnten sicher alle leben - ein perfekter Interessenausgleich.

Ein weiterer Vorteil dieser Lösung von Herrn Voigt ist, daß die Kosten für den Bau niedriger sein sollten. Es müsste kein neuer Schacht für den Aufzug gebaggert werden und somit müssten auch die Abwasserkanäle nicht umgelegt werden.

R_A_

Es sieht so aus als ob doch noch etwas Hoffnung besteht das der Vorschlag mit dem Schrägaufzug und andere Ideen nochmal geprüft werden. Ich hoffe daß Herr Majer und der Magistrat bereit sind ihre bereits getroffene Entscheidung zum Fällen der Bäume zu revidieren.

http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/frankfurt/b-ume-oder-lift-buerger-mischen-mit_rmn01.c.10416762.de.html

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Wichtig wäre es, dass da weiterhin die Schweizer regelmäßig ihre Messe, Markt und Ausstellungen durchführen kann und sollten, wie es im letzten- oder vorletzten Jahr so war.

Gruß
Stadtbahnuli
PRO-FRANKFURTER-STADTBAHN

Deluxe

Ich habe auch noch einen Artikel in der FR dazu gefunden:

http://www.fr-online.de/frankfurt/sachsenhausen-schweizer-platz-gnadenfrist-fuer-die-platanen,1472798,21462262.html

Allerdings finde ich es etwas beunruhigend, daß Herr Majer nun vor allem auf die Nachteile des Schrägaufzugs hinweist. Selbst wenn dieser einige Nachteile hat, wären diese im Vergleich zu einer Fällung der Bäume weitaus geringer.

Sollten die Bäume fallen, würde der Platz deutlich an Attraktivität einbüssen da er dann nicht mehr einheitlich von Bäumen umrundet würde. Die optische Gliederung ginge verloren und der Platz würde als städtebauliche Form in seiner kreisförmige Gestaltung kaum mehr zu erkennen sein.

Das für einen Schrägaufzug eine der Rolltreppen entfallen würde ist sicher kein großes Problem, da es noch genug andere Ausgänge in unmittelbarer Nähe gibt. Falls der Schrägaufzug wegen Reperaturen für eine gewisse Zeit nicht fahren kann können die Nutzer in dieser Zeit auch am Südbahnhof aussteigen - die Distanz zwischen den beiden Stationen ist nicht wirklich so groß und es fahren ja auch noch Straßenbahnen zwischen Südbahnhof und Schweizer Platz.

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Was macht einen guten städtischen Platz aus?

Menschen fühlen sich dort wohl und halten sich dort gerne auf. Er vereint mehrere Funktionen, und ist damit im Kleinformat das, was für eine Stadt bezeichnend ist.

Nämlich, unter anderem: Ein Ort der Kommunikation, des Kommerzes, des Sehen-und-Gesehen-werden, der zufälligen Begegnungen, für Essen und Trinken, eine Oase der Entspannung, ein Ort, an dem Feste gefeiert werden können. Solche Plätze gibt es auf der ganzen Welt, seit Tausenden von Jahren, überall dort, wo Städte sind.

Was wünschen sich Verkehrsplaner? Dass ein städtischer Platz ein Ort ist, durch den der Verkehr möglichst effizient fliesst. Also: kein Ort der vielen Funktionen, sondern nur von einer einzigen Funktion. Und kein Ort, an dem man sich aufhalten möchte. Ein Beispiel für einen Platz, an dem sich die Verkehrsplanung durchgesetzt hat: der Bahnhofsvorplatz am Hauptbahnhof.

Wie stellen sich (schlechte) Architekten einen städtischen Platz vor? Er soll "klar gegliedert" sein, "übersichtlich", keine "Störfaktoren" haben. Ihr Anliegen ist die Ästhetik, auch wenn Bäume gefällt, Kioske geschlossen, Cafes eingehen, und Menschen sich nicht mehr dort aufhalten möchten. Dafür sieht er am Reissbrett oder am Bildschirm gut aus.

Die schlechten Architekten haben sich am Goetheplatz/Rathenauplatz durchgesetzt. Und sie würden gerne, wie mir scheint, aus dem Schweizer Platz ebenfalls einen toten Platz machen.

Weiterführende Infos zum Thema, leider nur in Englisch, bei: pps.org

Deluxe

Wie in der Frankfurter Rundschau und der Frankfurter Neuen Presse heute zu lesen ist, soll die Variante des Schrägaufzugs nun also doch realisiert werden.

Ich freue mich sehr über diese Entwicklung und begrüße diese Lösung sehr.

Anbei ein Link zu dem Artikel, welcher heute in der FNP erschienen ist:

http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/frankfurt/schweizer-platz-bleibt-gruen_rmn01.c.10487149.de.html

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