Kommentar zum FAZ-Artikel über Frankfurt Gestalten
Vor ein paar Tagen hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung einen Artikel (26.06.10) zu Frankfurt Gestalten geschrieben. Die Journalisten Raphael Boch und Bernd Günther widmeten unserer Initiative einen halbseitigen Artikel im Rhein-Main-Teil, der aber nicht online verfügbar ist. Deshalb hier ein paar Auszüge und Anmerkungen.

"Christian Kreutz betrachtet sein Angebot aber nicht nur als Informationsportal: Bürger sollen sich nicht nur über die Vorgänge in den Ortsbeiräten unterrichten, sondern auch Initiativen gründen und selbst Einfluss auf die Lokalpolitik nehmen können. Oftmals wüssten engagierte Bürger aber nicht, dass es noch andere Personen mit ähnlichen Ideen oder Sorgen gibt, sagt Kreutz. Im Internet könnten sich lokale Protagonisten mit dem Ziel vernetzen, ihren Stadtteil zu gestalten."
Die Journalisten haben schnell entdeckt, dass unser Informationsservice einige Lücken hat und deswegen erfreulicherweise bei der Stadt Frankfurt angefragt, warum wir nicht die Daten aus der Parlis Datenbank direkt bekommen können. Die Antwort steht aus unser Sicht noch aus. Wir werden aber den Informationsservice in den nächsten Wochen verbessern und ich freue mich, dass wir Unterstützung in unserem Team bekommen haben. Dazu in Kürze mehr! Wie so oft kommt auch die Skepsis zu solchen Initiativen über das Internet zum Ausdruck. Doch hier muss man einfach sagen, dass Deutschland bei solchen Angeboten ein Entwicklungsland ist. Während in den USA oder Großbritannien eine Vielzahl solcher Initiativen entstanden sind, ist unser Projekt einmalig in Deutschland.
"Statt virtuelle Scheindiskussionen im Internet zu führen, dürften es viele Bürger weiterhin vorziehen, den Politikern persönlich die Meinung zu sagen."
Was die Autoren hier völlig außer acht lassen, dass es im Kommunalbereich praktisch kein Angebot gibt, wie sich Bürger engagieren können oder zur Stadtentwicklung beitragen können. 15 Jahre nach dem World Wide Web haben sich zum Beispiel öffentliche Verwaltungen in Sachen Bürgerbeteiligung kaum bewegt. Da gibt es zum Beispiel einen neuen Radfahrmängel-Melder der Stadt Frankfurt. Nette Idee. Doch wer hat Lust so ein langes Formular auszufüllen? Ganz abgesehen davon, dass der Stand der Meldungen nicht öffentlich im Internet einsehbar ist.
Für uns ist wichtig, dass wir ein Seismograph lokaler Entwicklung werden, wo unterschiedlichste Informationen und Diskussionen zusammengeführt werden. Deshalb möchten wir über den Info-Service von Parlis hinausgehen. Bei unserem letzten Treffen haben wir eine Reihe von Ideen dazu entwickelt. Denn wir möchten zu den vielen Problemen der Stadt Informationen sammeln, Lösungswege dokumentieren und die Möglichkeit zur Vernetzung bieten.
Übrigens haben wir ein wichtiges Ziel aber schon erreicht. Wir sind Inspiration für ähnliche Projekte, die zum Beispiel gerade in Bonn und Aachen anlaufen.

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Gratuliere! Auch wenn hier wieder auf den alten Online-Offline-Vergleich ("... die Meinung ins Gesicht sagen") referiert wird, ist es doch ein Erfolg in der FAZ einen Platz zu finden.